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Gülle-Flut hält Feuerwehr auf Trab

Unfall in Biogasanlage Gülle-Flut hält Feuerwehr auf Trab

Großeinsatz der Feuerwehr gegen Gülle-Flut: Rund 150 Feuerwehrleute sind am Sonnabend ausgerückt, um ein Leck in einer Biogasanlage in Brokenlande abzudichten. Der Großteil der Gülle blieb in der vorschriebenen Auffangfläche, ein kleiner Teil floss in einen Bach.

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Hunderttausende Liter Gülle sind am Sonnabend aus einem leckgeschlagenen Behälter einer Biogasanlage in Brokenlande (Kreis Segeberg) ausgelaufen.

Quelle: J. Krüger

Brokenlande. Rund zwei Millionen Liter Gülle sind am Sonnabend aus einem leckgeschlagenen Behälter einer Biogasanlage in Brokenlande (Kreis Segeberg) ausgelaufen. Die Feuerwehr war stundenlang mit rund 200 Einsatzkräften — unter anderem einem Umweltzug — vor Ort, um das Ausbreiten der Gülle einzudämmen, wie Klaus-Dieter Lau von der Feuerwehr Bad Bramstedt sagte. Ursache sei ein abgerissenes Ventil. In dem Behälter befanden sich nach Laus Angaben etwa vier Millionen Liter Gülle.

Hunderttausende Liter Gülle sind am Samstag aus einem leckgeschlagenen Behälter einer Biogasanlage in Brokenlande (Kreis Segeberg) ausgelaufen.

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Mit einem Traktor, der mit seiner Ladeschaufel einen großen, mit Sand gefüllten Kunststoffsack gegen das Leck drückte, gelang es den Einsatzkräften schließlich, das Loch zu schließen und den Güllefluss zu stoppen. Nach dem provisorischen Abdichten wurde der verbliebene Inhalt in benachbarte Speicher umgepumpt oder von Landwirten, die über Speicherkapazität auf den eigenen Höfen verfügen, mit Tankwagen abgeholt.

99 Prozent der ausgelaufenen Gülle seien in der vorgeschriebenen 1,5 Hektar großen und mit einem kleinen Wall umgebenen Auffangfläche geblieben. Nur ein kleiner Teil sei durch eine alte Drainage in einen Bach geflossen. Diese Drainage sei aber rasch verschlossen worden.

„Ich wurde gegen 9 Uhr durch einen Anruf informiert, dass Gülle aus einem großen Loch sprudelt“, berichtete Christian Saul, Geschäftsführer der Betreiberfirma der Biogasanlage. Er habe sofort die Feuerwehr alarmiert. Erst vor wenigen Wochen sei der neugebaute Speicher in Betrieb genommen worden. Die technische Abnahme sei, wie gesetzlich vorgeschrieben, erfolgt. Es habe dabei keine Beanstandungen gegeben. Warum das Ventil vermutlich ohne äußeren Einfluss aus dem Betonbehälter herausbrach, werde von den zuständigen Behörden jetzt ermittelt, sagte Saul.

Wie die Gülle aus dem Havariebecken wieder entfernt werden kann, wird in den kommenden Tagen untersucht. Den wirtschaftlichen Schaden bezifferte Christian Saul als gering. „Über das Ausmaß der Umweltschäden können wir noch keine Angaben machen“, so der Geschäftsführer der Biogasanlage. Der Umweltzug nehme Messungen vor.

Die Geruchsbelästigung bei dem Einsatz sei wegen der niedrigen Temperaturen gering gewesen: „Im Hochsommer wäre das aber doof gewesen.“

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