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Dagmar Berghoff: Stimme sei Erkennungsmerkmal geblieben

Medien Dagmar Berghoff: Stimme sei Erkennungsmerkmal geblieben

"Frau Berghoff, sind Sie es?" - Auch 16 Jahre nach ihrem Abschied bei der "Tagesschau" wird Dagmar Berghoff (73) von Leuten so angesprochen, wie sie der Zeitschrift "Gala" erzählte.

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Dagmar Berghoff.

Quelle: Britta Pedersen/Archiv

Hamburg. "Äußerlich erkennen mich heute nicht mehr so viele", sagte die in Hamburg lebende Ex-Nachrichtensprecherin. "Wenn ich allerdings rede, fällt einigen meine Stimme auf. Scheinbar ist sie mein Erkennungsmerkmal geblieben."

Am Donnerstag (16. Juni) liegt Berghoffs erster Auftritt in der "Tagessschau" 40 Jahre zurück. "Der damalige Chefsprecher Karl-Heinz Köpcke war von der Chefredaktion dazu verdonnert worden, eine Frau einzustellen", erzählte sie der Zeitschrift. "Er war eigentlich nicht der Meinung, dass Frauen die "Tagesschau" sprechen können", hatte Berghoff auch schon früher berichtet. "Von Politik würden sie nichts verstehen, von Sport schon gar nichts, und bei Unglücken in Tränen ausbrechen."

23 Jahre lang war sie "Miss Tagesschau" - und fühlte sich immer gleichberechtigt unter den Kollegen: "Ich war nie benachteiligt", sagte sie der Wochenzeitung "Die Zeit". Später habe sie aber doch einen Unterschied zu ihren männlichen Kollegen erlebt. "Als ich 50 wurde, fragten alle: Wie lange wollen Sie noch? Eine blöde Frage! Uli Wickert ist einen Monat älter als ich, den hat das keiner gefragt."

Am Silvesterabend 1999 sprach Berghoff ihre letzte Ausgabe und verabschiedete sich mit den Worten: ""Tja, meine Damen und Herren, das war's für mich - fürs Erste... Und damit Tschüss von diesem Platz."

dpa

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