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Danke für Eure Arbeit

Landesweiter Anerkennungstag Danke für Eure Arbeit

Sie arbeiten täglich für ein Taschengeld in Kindergärten, Altenheimen oder Jugendbegegnungsstätten: junge Menschen, die sich im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagieren. Am Freitag sagten ihnen Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Politik laut Danke.

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Symbolisches Dankeschön im Sonnenschein: Lynn Ruppert, Ivana Stilla, Tatjana Olandt und Joana Keilhaus freuen sich gemeinsam über die Anerkennung.

Quelle: Wohlfromm

Rendsburg. Zum ersten Mal organisierte das Landesjugendwerk der Awo gestern auf dem Rendsburger Messegelände einen landesweiten Anerkennungstag für die jungen Leute, die sich freiwillig in sozialen Einrichtungen und Projekten engagieren. Titel der Veranstaltung: „Wir bewegen was.“ Aus dem ganzen Land – auch von den Halligen – kamen etwa 200 junge Leute in Bussen. „Allzu oft geht der Dank für die Arbeit im Alltag unter“, sagte Helga Creutz-Stallbaum, Geschäftsführerin des Awo-Landesjugendwerkes. „Heute wollen wir einmal zeigen, was das insgesamt eigentlich für eine Kraft ist, die sich in Schleswig-Holstein engagiert.“

 Landtagspolitiker bedankten sich bei den jungen Erwachsenen und stärkten ihnen symbolisch den Rücken. Anita Klahn, bildungspolitische Sprecherin der FDP, unterstrich die Bedeutung des Engagements für die persönliche Entwicklung. „Ich versichere Ihnen: Arbeitgeber wissen das später zu schätzen, was Sie geleistet haben.“

 Jette Waldinger-Thiering, bildungspolitische Sprecherin des SSW, erklärte, sie wolle sich gemeinsam mit ihrer Fraktion in der Koalition dafür einsetzen, dass die Freiwilligen in Schleswig-Holstein künftig Vergünstigungen im Alltag bekommen können. So sollte das soziale Engagement mit Rabatten in Bussen und Bahnen oder in Museen und Schwimmbädern gewürdigt werden. „Wir müssen für diese Sache noch viel mehr positive Anreize setzen“, sagte Waldinger-Thiering.

 Ähnlich äußerte sich Eka von Kalben, Fraktionsvorsitzende der Grünen. Sie sprach sich dafür aus, dass an Schulen künftig verstärkt für das spätere Engagement geworben wird. „Ich erlebe viele junge Menschen, die nach dem Schulabschluss zunächst orientierungslos sind.“ Diese sollten zuvor gezielter in Richtung FSJ und BFD gelenkt werden.

 Tobias von Pein, jugendpolitischer Sprecher der SPD, versprach, die freiwillige Arbeit weiter zu stärken. Bereits in der laufenden Legislatur hätten die Regierungsfraktionen die Mittel bereit gestellt, um die Zahl der Plätze landesweit zu erhöhen. Der Grund liege auf der Hand. „Ihr lebt Solidarität. Und die wird dringend gebraucht“, rief von Pein den jungen Leuten zu.

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Ein Artikel von
Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH