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Der Norden zieht Urlauber an

Schleswig-Holstein Der Norden zieht Urlauber an

Touristiker aus Schleswig-Holstein sind von Natur aus optimistisch. Obwohl das ersehnte Sommerwetter noch auf sich warten lässt, blicken sie zuversichtlich auf die Hochsaison, die am 21. Juni mit den ersten Ferienstarts beginnt.

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Ein Sprung ins kalte Nass muss in den Ferien einfach sein.

Quelle: dpa

Kiel. Endlich Ferien: In den ersten Bundesländern beginnen in wenigen Tagen die Sommerferien, und in den Touristenorten blickt man hoffnungsvoll auf den Ansturm. «Die Buchungslage für Juli und August ist gut, die Auslastung ähnlich wir im Vorjahr. In der Hauptferienzeit hat Schleswig-Holstein eigentlich nie Probleme, da hat das Wetter relativ wenig Einfluss», sagt der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), Christian Schmidt. «Aber mit Blick auf die Tagesgäste aus der Metropolregion Hamburg brauchen wir schon schönes Wetter», fügt er hinzu. Die Tagesgäste sind nach Angaben der TASH mit rund 3,4 Milliarden Euro am Gesamtumsatz des Tourismus im Land beteiligt, der 2011 bei rund 7,5 Milliarden Euro lag.

 «Das Wetter ist im Moment nicht gerade karibisch, darüber sind wir alle nicht glücklich», gesteht der Tourismusdirektor von Timmendorfer Strand, Christian Jaletzke. «Bei unserer aktuellen Auslastung liegen wir daher leicht unter dem Rekordjahr 2011. Aber mit den Vorbuchungen für Juli bis September übertreffen wir das Vorjahr», sagt Jaletzke.
 Auch in den Nachbarorten Scharbeutz, Sierksdorf und Neustadt sind die Tourismusverantwortlichen zufrieden mit der Buchungslage für die Hauptsaison. «Unsere Kontingente sind weitgehend ausgeschöpft», sagt Kirsten Morgenstern von der Tourismus Agentur Lübecker Bucht.

 Ähnliches berichtet Doris Schütz vom Lübeck und Travemünde Marketing. «Die Anfragen und Buchungen für Travemünde kamen in diesem Jahr deutlich früher als 2011. Während in Travemünde Ferienwohnungen gefragt seien, seien in Lübeck Altstadtganghäuser als Feriendomizil der Renner.

 Auf Föhr fing die Saison eher schleppend an. Inzwischen verlaufe sie aber ähnlich positiv wie im vergangenen Jahr, vermeldet die Föhr Tourismus GmbH. Es kämen auffallend mehr Familien als im Vorjahr, zudem buchten die Gäste später und spontaner als noch 2011. Zu Beginn und Ende der Sommerferien seien noch einige Ferienwohnungen frei, also Ende Juni, Anfang Juli und Ende August. Die ausgebuchte Hauptsaison werde aber von Jahr zu Jahr kürzer. In diesem Sommer gebe es zwischen Mitte Juli und Mitte August nur noch vereinzelt Unterkünfte.

 Auch Frank Timpe von der Amrum Touristik zeigt sich «grundsätzlich zufrieden» mit der Buchungssituation. Der Juli und der August seien stark nachgefragt, für Kurzentschlossene gebe es aber noch Lücken. «Bei vier Personen kann es aber eng werden.» Gerade bei Hotels gebe es nur noch wenig freie Angebote. Im Schnitt blieben die Touristen im Sommer etwa eine Woche.

 Noch etwas mehr Platz ist auf der Insel der Reichen und Schönen: Sylt melde noch in allen Inselorten freie Kapazitäten, berichtet Jutta Vielberg von Sylt Marketing. Das Vorjahresniveau sei insgesamt noch nicht erreicht, die Nachfrage momentan eher zurückhaltend. Vielberg führt das etwa auf das schlechte Wetter im vergangenen Sommer zurück. Im Schnitt blieben die Gäste sieben Tage.

 Auch in Büsum und in St. Peter-Ording gibt es noch in allen Kategorien frei Plätze. «Die Buchungslage sieht wie auch schon im vorigen Jahr gut aus», hieß es. So richtig beginnt die Saison aber für die Küstenorte erst in der zweiten Juli-Woche, wenn in Nordrhein-Westfalen die Ferien beginnen: Fast jeder dritte deutsche Urlauber in Schleswig-Holstein kommt aus NRW.

 Ausreichend Platz ist auch auf den norddeutschen Campingplätzen: Zwar waren die Vorbuchungen besonders an der Ostsee gut, die Zeltplatzbetreiber befürchten jedoch das Ausbleiben der Spontanurlauber. «Die wollen alle Strandwetter. Bevor sie herkommen, gucken sie im Internet, ob hier auch die Sonne scheint», sagte der Betreiber vom «Campingpark Süssauer Strand».

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