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"Warm" zittern für den Frühling

Hummeln "Warm" zittern für den Frühling

Hummeln sind nach dem Winter „Frühstarter“. Der Grund: Sie können sich „warm“ zittern. Das ist laut Experten einmalig in der Insektenwelt.

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Eine Hummel krabbelt auf Heideblüten. Hummeln können bereits bei einer Außentemperatur von zwei Grad Celsius fliegen.

Quelle: Wolfgang Runge/dpa

Hamburg. Die Hummeln starten in den Frühling. Obwohl die Temperaturen wenig frühlingshaft sind und sich teils nur knapp über den Gefrierpunkt bewegen, krabbeln die Hummeln zurzeit überall aus ihren Winterquartieren. „Solange das Thermometer nicht unter die Null-Grad-Grenze rutscht, ist es den jungen Hummeln egal“, sagte Eva Goris von der Deutschen Wildtier Stiftung am Dienstag: „Sie können bereits bei einer Außentemperatur von zwei Grad Celsius fliegen.“ Damit seien Hummeln unter den Wildbienen die ersten, die in den Frühling abheben.

Einzigartiges Talent

Dabei können Hummeln nur fliegen, wenn sie eine Körpertemperatur von mindestens 30 Grad haben. Das schaffen sie mit einem Trick, wie Biologe Manuel Pützstück erklärte. „Sie haben im Winter eine Extraportion Nektar in ihrer Honigblase gespeichert, den sie jetzt als Bio-Sprit nutzen.“ Mit Hilfe dieser Energiequelle und ihrer Flugmuskulatur „zittert“ sich die Hummel warm. „Dieses Talent hat kein anderes Insekt“, erklärte der Wildbienen-Experte.

Nach dem „Aufwärmtraining“ würden die Insekten sofort ihre Nahrungsquellen ansteuern — Frühblüher wie Krokusse und Schneeglöckchen, Weidenkätzchen und Märzenbecher, sagte Pützstück.

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