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Ein Befreier von Helgoland - René Leudesdorff gestorben

Geschichte Ein Befreier von Helgoland - René Leudesdorff gestorben

René Leudesdorff, einer der Helgoland-Retter, ist tot. Das bestätigte der Tourismusdirektor von Helgoland, Klaus Furtmeier, der dpa unter Berufung auf das Familienumfeld.

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René Leudesdorff starb im Alter von 84 Jahren.

Quelle: Timo Lindemann/Archiv

Flensburg. Leudesdorff sei am Dienstag im Alter von 84 Jahren gestorben.

Im Dezember 1950 hatte der damalige Heidelberger Student Leudesdorff mit seinem Kommilitonen Georg von Hatzfeld die Insel Helgoland "besetzt". Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war die einzige deutsche Hochseeinsel durch Bombenangriffe unbewohnbar geworden, die Menschen mussten sie verlassen. Sieben Jahre lang nutzten die Briten Helgoland als Bomben-Trainingsgelände.

Mit der friedlichen Protestaktion trugen die Studenten dazu bei, dass Helgoland 1952 wieder an Deutschland übergeben wurde. Zur 60-jährigen Jubiläumsfeier im März war der ehemalige Pfarrer Leudesdorff noch auf die Insel gereist. Hatzfeld war 2000 gestorben.

Leudesdorff war nach Angaben seines Sohnes Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse und arbeitete als Pfarrer unter anderem in Hamburg und Nordfriesland. Auch als Journalist war der Vater von drei Kindern tätig. Am 15. Juni solle es in Dagebüll-Fahretoft einen Abschiedsgottesdienst geben, teilte sein Sohn mit.

dpa

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