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Ende einer Ära

Abschied für Sylter Bürgermeisterin Reiber Ende einer Ära

Es soll keine großen Präsente geben zum Abschied. Stattdessen wird um Spenden für in Not geratene Familien gebeten — so wünscht es sich Petra Reiber nach fast einem Vierteljahrhundert als Bürgermeisterin, erst von Westerland, nach einer Fusion dann von der Gemeinde Sylt.

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Die scheidende Sylter Bürgermeisterin Petra Reiber (parteilos) hat erneut die Beschlagnahme eine Gebäudes für die Unterbringung von Flüchtlingen angedroht.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Sylt. Am Donnerstag (18.00 Uhr) wird sie im Alten Kursaal in Westerland offiziell verabschiedet. Tags darauf tritt ihr Nachfolger Nikolas Häckel (41) sein Amt an. Ernannt wurde er bereits am 16. April, und so viel ist ihm schon klar: 24 Jahre will er nicht im Amt bleiben.

September 1991 war es, als Reiber als parteilose Mainfränkin mit Anfang 30 ins Westerländer Rathaus einzog. Jetzt, mit 57, spricht die Juristin von „Verschleiß“. Themen wie der Wohnraummangel und die Erreichbarkeit der Insel begleiteten Reiber die ganze Amtszeit hindurch und werden diese überdauern. Noch am Tag ihrer Verabschiedung sorgte die scheidende Verwaltungschefin für Schlagzeilen mit der Drohung, eine ehemalige Klinik für die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft zu beschlagnahmen. Die folgenden Gespräche wird dann Nachfolger Häckel führen. Bereits im Februar hatte Reiber so im Fall eines landeseigenen Gebäudes gehandelt. Das Land lenkte daraufhin ein und stellte den Bau vorerst unbefristet zur Verfügung.

Trotz aller Strapazen bezeichnete Reiber die Jahre auf der Nordseeinsel im September als „wichtigste Zeit in meinem Leben“. Sogar der Gedanke, noch einmal zu kandidieren, sei aufgekommen, „in schwachen Momenten“.

Doch der Gesundheit und ihrem Mann zuliebe nimmt sie nun Abschied vom Sylter Chefsessel, um den im vergangenen Herbst und Winter ein so wohl noch nicht dagewesener Kampf entbrannte. Im Zentrum: Ex-CSU-Rebellin Gabriele Pauli, ebenfalls parteilose Fränkin und der gleiche Jahrgang wie Reiber. Doch die Geschichte wiederholte sich nicht und trotz Medienrummels um die einstige „schöne Landrätin“ wird nun ein gebürtiger Sylter Hausherr im Rathaus.

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