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Türken demonstrieren vor Konsulat in Hamburg

Flüge gestrichen Türken demonstrieren vor Konsulat in Hamburg

In der Türkei versuchen Militärs nachts einen Putsch, und sofort eilen in Hamburg über tausend Türken zu ihrem Konsulat. Hamburgs Bürgermeister verurteilt den Putschversuch.

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In der Türkei versuchen Militärs nachts einen Putsch, und sofort eilen in Hamburg über tausend Türken zu ihrem Konsulat.

Quelle: Paul Weidenbaum/ dpa

Hamburg. Der Putschversuch in der Türkei hat auch in Hamburg die Menschen auf die Straße getrieben. Schon kurz nach Bekanntwerden der ersten Nachrichten versammelten sich in der Nacht zum Samstag Hunderte Hamburger Türken vor dem Generalkonsulat im Stadtteil Rotherbaum. Die Kundgebung habe kurz nach Mitternacht begonnen und bis etwa 03.00 Uhr gedauert, sagte ein Polizeisprecher. Zeitweise seien es bis zu 1500 Demonstranten gewesen. Für Samstagabend war eine weitere Kundgebung vor dem Konsulat angekündigt.

Bürgermeister Olaf Scholz verurteilt den Putschversuch am Samstag. Scholz sagte dem Sender NDR 90,3 und dem Hamburg Journal, Militärputsche seien kein Mittel der Politik. „Deshalb muss man diesen Versuch verurteilen, und wir hoffen alle gemeinsam, dass die Demokratie auch Erfolg hat.“ Scholz betonte, dass die türkische Regierung, und der Präsident mit überragender Mehrheit gewählt worden seien.

Die nächtliche Kundgebung in Hamburg hatte erst langsam beginnen, wie ein Fotograf vor Ort schilderte. Gegen Mitternacht seien zunächst nur wenige Türken vor das Konsulat gekommen, doch dann seien es sehr schnell immer mehr geworden. Viele hätten immer wieder „Türkei, Türkei“ gerufen oder die Nationalhymne gesungen. Sie schwenkten dabei auch türkische Fahnen.

Später sei dann der türkische Generalkonsul Mehmet Fatih Ak aus dem Haus gekommen und habe eine kurze Rede gehalten. Unter Beifall erklärte er laut Anwesenden, dass sich die Lage in der Türkei beruhigt habe. Daraufhin löste sich die Kundgebung bald auf.

Für den Samstag abend hatte die der Regierung nahestehende Union Europäisch-Türkischer Demokraten zu einer weiteren Kundgebung vor dem, Konsulat geladen. Nach Angaben der Polizei waren bis zu 2000 Demonstranten angemeldet.

Wegen des Lage in der Türkei waren am Samstag von Hamburg aus mehrere Flüge gestrichen worden. Turkish Airlines cancelte drei Maschinen nach Istanbul, wie ein Sprecher sagte. Auch auf der Webseite des Flughafens beziehungsweise der Airline waren die Flüge als gestrichen gekennzeichnet. Ein Nachmittagsflug der Gesellschaft AtlasGlobal wurde laut Webseite ebenfalls gestrichen. Andere Flüge etwa in den Urlaubsort Antalya waren offenbar nicht betroffen.

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