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Breezer fliegt oben mit in der Branche

Flugzeughersteller aus Bredstedt Breezer fliegt oben mit in der Branche

Die Freiheit über und unter den Wolken gönnen sich Piloten immer öfter mit einem Breezer. Die leichten und robusten Maschinen des einzigen Flugzeugherstellers Schleswig-Holsteins haben sich in der Fliegerszene einen exzellenten Ruf erarbeitet.

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Fluggerätemechaniker Sebastian Körth (31) von Breezer Aircraft wurde 2014 als landesbester Azubi 2014 ausgezeichnet .

Quelle: wel

Bredstedt. Beim jährlichen Fly’In ging es im vergangenen Jahr wie bei einem Familientreffen zu, als 25 Breezer aus ganz Deutschland und Europa auf dem Flugplatz in Wyk auf Föhr zur Landung ansetzten. „Wir pflegen den Kontakt zu unseren Kunden mit Fly’Ins und Flugreisen – zuletzt ging es zum Polarkreis und nach Südfrankreich“, erzählt Geschäftsführer Dirk Ketelsen, der mit Chefingenieur Ralf Magnussen zum Gründerteam von Breezer Aircraft zählt.

 Seit 2006 stellt das Unternehmen direkt am Flugplatz Bredstedt die Ultraleicht-Flieger in industrieller Fertigung her. Schon 1999 hob Magnussen zum Jungfernflug mit dem Prototypen ab. Seitdem hat sich viel getan, denn Breezer setzte von Anfang an zum Höhenflug an. „Unsere Maschinen haben wir konsequent auf höchste Sicherheit, Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit entwickelt. Sie sind auch für Anfänger leicht zu fliegen und verzeihen Fehler wie etwa harte Landungen ohne Murren“, so Magnussen.

 Die Kunden honorieren den hohen Qualitätsanspruch: Bisher haben die Nordfriesen 160 Flugzeuge an Hobbyflieger und Flugschulen verkauft – und fliegen damit stets bei den Top 3 der Branche in Deutschland mit. Bei Nichtgefallen kann der Kunde seine finanzierte Maschine binnen eines Jahres zurückgeben. Von der Serienproduktion über Vertrieb, Finanzierung, Wartung und Reparatur bis zur Pilotenschulung bieten die Nordfriesen ein Komplettpaket aus einer Hand.

 „Passion – manufactured in Germany“ (Leidenschaft – in Deutschland hergestellt) lautet der Werbespruch, den die Bredstedter nicht als PR-Gag verstanden wissen wollen. „Unser 25-köpfiges Team entwickelt das Flugzeug in einem ständigen Verbesserungsprozess in kleinen Schritten immer weiter, um der Perfektion möglichst nahe zu kommen“, sagt Ketelsen. Alle Teile der Maschine aus Spezial-Aluminium, das auch von Airbus verwendet wird, produziert Breezer Aircraft selbst – bis auf die Propeller und die robusten Rotax-Vierzylinder-Motoren mit 80 oder 100 PS.

 Statt um Höchstleistungen der Technik heißt es „Safety first“. Umso geschockter sei das Team gewesen, als 2013 ein Breezer nach dem Start in Flensburg abgestürzt war. Die beiden Insassen waren dabei ums Leben gekommen. „Auch nach intensiver Analyse konnten wir keinen Fehler an der Maschine feststellen. Die Bundesstelle für Flugunfall-Untersuchung (BFU) hat zwar noch keinen offiziellen Bericht herausgegeben. Doch dieser Unfall hätte so mit jedem anderen Flugzeugtyp ebenso passieren können“, sagt Ketelsen. Er gehe mit diesem traurigen Thema in Fliegerkreisen offen um.

 Inzwischen schauen die Flugzeugbauer nach vorne: Der Vertrieb in den skandinavischen Ländern soll ausgebaut werden, eine neue Kundenhalle entsteht direkt am Flugzeugwerk. Neben dem Flieger in der Ultraleicht-Klasse gehört der neue, schwerere Flugzeugtyp B600 ELA („European Light Aircraft“) mit einem maximalen Abfluggewicht von 600 Kilo zu den Favoriten der Kunden: Bereits 25 Maschinen hat Breezer in Deutschland, England und den USA mit einer vorläufigen Zulassung verkauft.

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