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Frau attackiert Bahnreisende: Gericht hat Beratungsbedarf

Prozesse Frau attackiert Bahnreisende: Gericht hat Beratungsbedarf

Im Wahn soll eine 34-Jährige eine Mitreisende im Regionalzug nach Kiel kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof mit einem Beil angegriffen haben. Zu Beginn des Sicherungsverfahrens am Landgericht schilderte die Beschuldigte am Mittwoch, wie sie sich zunächst mit der Frau unterhielt.

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Ein Justiz-Emblem auf der Jacke eines Justizbeamten.

Quelle: Angelika Warmuth/Archiv

Kiel. Dann habe sie aber plötzlich Panik bekommen und zum Beil in ihrer Tasche gegriffen. Sie habe im Wahn geglaubt, die Frau sei "ein Klon und beauftragt, mich zu töten".

Weil die Frau den Angriff geistesgegenwärtig mit den Armen abwehren konnte, wurde sie nur an Arm und Oberschenkel verletzt, sagte der Staatsanwalt. Nach eigenen Worten leidet die Beschuldigte seit Jahren an Waschzwang und Wahnvorstellungen. Sie war deshalb auch mehrfach in psychiatrischen Kliniken, wie sie sagte.

Die Staatsanwaltschaft beantragt die dauerhafte Unterbringung der 34-Jährigen in der geschlossenen Psychiatrie. Auch ein Gutachter hielt dies nach Angaben der Anklagebehörde für sinnvoll, stellte die Entscheidung darüber aber ins Ermessen des Gerichts. Dieses will nun klären, ob - wie von der 34-Jährigen erhofft - auch eine Unterbringung auf Bewährung verhängt werden kann, gegen strenge Auflagen und Sicherstellung einer Therapie. Der Prozess soll am 6. Oktober fortgesetzt werden. Zunächst war das Urteil noch für Mittwochnachmittag erwartet worden.

dpa

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