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Freimaurer feiern Jubiläum - Fest soll Vorbehalte abbauen

Gesellschaft Freimaurer feiern Jubiläum - Fest soll Vorbehalte abbauen

Zu ihrem 275-jährigen Jubiläum suchen die Freimaurer in Deutschland den Dialog mit den Bürgern und wollen so Vorbehalte abbauen. Im Herbst sind mehrere Veranstaltungen und Ausstellungen in Hamburg geplant, die der traditionsreiche Bund am heutigen Dienstag vorstellen wird.

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Die Freimaurer feiern in Hamburg ihr 275-jähriges Bestehen.

Quelle: C. Rehder/Archiv

Hamburg. "Wir wollen zeigen: Freimaurer sind ansprechbar und mitten in der Gesellschaft", sagte der Sprecher der Freimaurer in Deutschland, Oliver Barckhan. Die Bruderschaft ist seit ihren Anfängen im 18. Jahrhundert von vielen Geheimnissen und verschwörerischen Theorien umgeben, sie trat bislang nur selten in der Öffentlichkeit auf. Ein wichtiges Prinzip der rund 14 000 Mitglieder bundesweit ist die Verschwiegenheit über ihre Rituale.

In der Hansestadt wurde 1737 die erste deutsche Loge "Absalom zu den drei Nesseln" gegründet. Anlässlich ihres Jubiläums wollen die Freimaurer die Initiative "Mehr Menschlichkeit im Alltag - eine Ressource im Überfluss?" starten, die von Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) unterstützt wird. Vom 28. bis 30. September werden dann bis zu 3000 Freimaurer aus aller Welt zu einem großen Festprogramm erwartet.

Freimaurer bezeichnen sich selbst als politisch und religiös unabhängig. Sie treten nach eigenen Angaben für Brüderlichkeit und Toleranz ein. Zu den Zielen gehört auch die Hilfe für Menschen in Not. Im Herbst wollen sie ihre seit Jahrhunderten andauernde Arbeit am "Rauen Stein" für mehr Menschlichkeit feiern. Das bedeutet, dass ein Freimaurer sein eigenes Denken und Handeln immer wieder selbstkritisch hinterfragt, um ein besserer Mensch zu werden. Wer Freimaurer werden will, muss ein "freier Mann von gutem Ruf" sein, darf keine Schulden haben und nicht vorbestraft sein.

1717 wurde die erste Großloge in London gegründet. Die Zeremonien gehen auf mittelalterliche Bruderschaften von Steinmetzen zurück. Heute gibt es weltweit Freimaurer, besonders stark ist die Bewegung in den USA. Ihren Versammlungsort nennen die Freimaurer Tempel, organisiert sind sie in Logen. Freimaurer legen großen Wert auf ihre rituellen Arbeiten, die wie ein Theaterstück mit verteilten Rollen ablaufen. Zum Ritual in den fensterlosen Tempeln tragen die Männer einen schwarzen Smoking, einen Zylinder, weiße Handschuhe, einen Maurer-Schurz in Weiß und das Emblem der Loge. Streng geheim sind die drei Erkennungszeichen: ein Wort, ein Griff, ein Zeichen. Seit 1982 gibt es auch einige Freimaurerinnen, aber es sind bundesweit bislang erst 400 von insgesamt rund 14 000 Mitgliedern.

dpa

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