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Fußball-Lärm auf Hamburger Bolzplatz: BGH verhandelt über Mietkürzung

Prozesse Fußball-Lärm auf Hamburger Bolzplatz: BGH verhandelt über Mietkürzung

Sind kickende Kinder auf einem Bolzplatz ein Grund für eine Mietminderung? Das will der Bundesgerichtshof (BGH) ab heute klären. Ein Urteil ist noch für heute zu erwarten.

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Benachbarte Mieter hatten wegen Lärm Miete um 20 Prozent gekürzt.

Quelle: M. Scholz

Karlsruhe. (Az.: VIII ZR 197/14). Es geht um einen Bolzplatz in Hamburg, der 2010 nachträglich auf einem Schulgelände errichtet worden war. Dort bereits wohnende benachbarte Mieter haben daraufhin ihre Miete um 20 Prozent gekürzt. Sie sehen sich durch Jugendliche gestört, die außerhalb der Öffnungszeiten des Bolzplatzes am Abend und am Wochenende kicken. Ihre Vermieter verklagten sie daraufhin. Die Stadt Hamburg trat dem Streit bei.

Die Vorinstanzen billigten die Mietminderung: Während der Schulzeiten müsse das Paar den Lärm zwar akzeptieren, entschied das Landgericht Hamburg zuletzt. Die Entwicklungen auf dem Bolzplatz Jahre später hätten sie beim Abschluss ihres Mietvertrages 1993 aber noch nicht absehen können. Dieser Lärm sei nicht vom Mietvertrag umfasst, die Mieter dürften also kürzen. Der BGH wird prüfen, ob das Urteil Bestand haben kann.

dpa

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