12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Gefangener nimmt sich in Untersuchungshaftanstalt das Leben

Justiz Gefangener nimmt sich in Untersuchungshaftanstalt das Leben

Ein Gefangener der Untersuchungshaftanstalt (UHA) Hamburg hat sich in der Nacht zum Donnerstag in seiner Zelle das Leben genommen. Der 51-Jährige sei bei der morgendlichen Kontrolle leblos aufgefunden worden, teilte die Justizbehörde am Freitag mit.

Hamburg. Er habe sich mit einem Stoffgürtel am Fenstergriff erhängt. Dem 51-Jährigen wurden versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. In Polen sei der Mann bereits zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe wegen Raubes und Körperverletzung verurteilt worden. Der Leichnam kam zur Obduktion in die Gerichtsmedizin.

Laut Justizbehörde war der 51-Jährige seit Ende September in Untersuchungshaft. "Es hat keine Anzeichen für eine Suizidgefährdung gegeben", sagte eine Sprecherin der Justizbehörde. Nach der Aufnahme in dem Gefängnis sei ein sogenanntes Screening gegeben. "Dabei wird geprüft, ob es irgendwelche Anhaltspunkte für Suizid gibt, wie zum Beispiel starke Schuldgefühle, Depressionen oder Hoffnungslosigkeit", erklärte die Sprecherin. Zudem wurde der Häftling wegen des schweren Tatvorwurfs für zwei Tage in einer Sicherungsstation beobachtet. Zu einem Suizid in einer Justizvollzugsanstalt sei es das letzte Mal 2013 gekommen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Norddeutschland 2/3