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Wahl in Schleswig Sie wollen Bischof werden

Die Vertreter der evangelischen Nordkirche haben am Freitag die Wahl. Am Abend sollen die 156 Synodalen im Schleswiger Dom einen neuen Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein, und damit den Nachfolger für Gerhard Ulrich, bestimmen. Zur Wahl stehen der Schleswiger Bischofsvertreter Gothart Magaard und die Bad Gandersheimer Pröpstin Elfriede Knotte.

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Die Wahl des neuen Bischofs für den Sprengel Schleswig und Holstein wird innerhalb der evangelischen Kirche mit Spannung erwartet.

Quelle: hfr

Schleswig. Auch dieses Spitzenamt muss nach der Fusion zur Nordkirche neu besetzt werden: Die Wahl des neuen Bischofs für den Sprengel Schleswig und Holstein wird innerhalb der evangelischen Kirche mit Spannung erwartet. Denn noch ist unklar, wer der Nachfolger oder die Nachfolgerin für den an die Spitze der Nordkirche nach Schwerin gewechselten Gerhard Ulrich wird. Zwei Kandidaten stehen zur Wahl. Beobachter sehen ein völlig offenes Rennen. Während Gothart Magaard im Sprengel zwischen den Meeren bereits bekannt und geschätzt ist, könnten viele der Wahlberechtigten, die aus allen Teilen der Nordkirche bis zur Ostgrenze Vorpommerns am Freitag nach Schleswig kommen, für eine Frau an der Spitze des mitgliederstärksten Bischofsbezirks in der Nordkirche stimmen. Dann fiele die Wahl auf Elfriede Knotte. Die 57-jährige ist derzeit Pröpstin in Bad Gandersheim in Niedersachsen und wäre bei einer Wahl neben Kirsten Fehrs, der Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, die zweite Frau in einem der Spitzenämter der Nordkirche. Elfriede Knotte kandidierte bereits 1995 als erste Frau in der Braunschweiger Landeskirche erfolgreich für das Amt der Pröpstin.

Die heutige Wahl ist nötig, da der ehemalige Schleswiger Bischof Gerhard Ulrich seit vergangenem Juni Landesbischof der Nordkirche ist. Bereits seit 2009 wird er wegen seiner vielen Aufgaben zur Fusion der Nordkirche vom jetzigen Kandidaten Gothart Magaard in Schleswig vertreten. Der 58-Jährige wird vor allem für seine Sachlichkeit geschätzt und gilt als Theologe, der Konflikte nicht scheut.

Die Vertreter der evangelischen Nordkirche haben am Freitag die Wahl. Am Abend sollen die 156 Synodalen im Schleswiger Dom einen neuen Bischof für den Sprengel Schleswig und Holstein, und damit den Nachfolger für Gerhard Ulrich, bestimmen. Zur Wahl stehen der Schleswiger Bischofsvertreter Gothart Magaard und die Bad Gandersheimer Pröpstin Elfriede Knotte.

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In den vergangenen Wochen haben sich beide Kandidaten mit Predigten im Schleswiger Dom und Vorträgen im Evangelischen Bildungswerk des Kirchenkreises Plön-Segeberg insgesamt mehreren Hundert Zuhörern vorgestellt.

Die eigentliche Wahl ist öffentlich beginnt am Freitag nach einem Gottesdienst und der Vorstellung beider Kandidaten gegen 19 Uhr im Schleswiger Dom. Vorausgesetzt, 104 der 156 stimmberechtigten Mitglieder sind anwesend. Gewählt ist der Kandidat, der die Mehrheit aller 156 Stimmen bekommt.

Der Sprengel Schleswig und Holstein ist mit mehr als einer Million evangelischer Christen der größte innerhalb der Nordkirche. Zu ihm gehören 265 Kirchengemeinden in den acht Kirchenkreisen Altholstein, Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Plön-Segeberg, Rantzau-Münsterdorf, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg sowie Gemeinden in Dänemark.

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Ein Artikel von
Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

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