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Tempo 60 auf A7 und Vollsperrung

Großbaustelle wird noch größer Tempo 60 auf A7 und Vollsperrung

Wer in den nächsten Wochen und Monaten mit dem Auto durch Hamburg fahren will, muss tapfer sein: Die A7 wird praktisch auf dem gesamten Stadtgebiet zur Baustelle. Und auch auf anderen wichtigen Verkehrsachsen wird das Fortkommen nicht einfach.

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Autofahrern wird in den kommenden Wochen auf der A7 in Hamburg viel Geduld abverlangt.

Quelle: Markus Scholz/dpa

Hamburg. Auf die Autofahrer in Hamburg kommen zum Wochenende neue Behinderungen durch Baustellen hinzu. Wer Hamburg auf der A7 von Süden nach Norden durchqueren will, werde von der Anschlussstelle Heimfeld bis Volkspark nur auf zwei Spuren mit Tempo 60 fahren können, teilte die Verkehrsbehörde mit. Die Fahrbahn müsse auf der Strecke saniert werden, auch in Vorbereitung der geplanten Verbreiterung um zwei Spuren südlich des Elbtunnels und des geplanten Lärmschutzdeckels in Altona.

Der Bau der beiden Deckel weiter nördlich in Stellingen und Schnelsen schreitet voran: Am Wochenende vom 9. bis 12. September soll die A7 in dem Bereich voll gesperrt werden, weil zwei Brücken abgerissen werden müssen. Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) bat die Autofahrer um Verständnis: „Es sind herausragende bauliche Maßnahmen, die gewisse Einschränkungen erforderlich machen.“

Eine wichtige großräumige Umleitung von Norden aus über die A1 ist während der A7-Vollsperrung auch nicht uneingeschränkt passierbar. Vom Autobahnkreuz Süd bis Stillhorn gibt es ebenfalls eine Vollsperrung, allerdings nur für den Verkehr in Richtung Bremen. Der Südosten Hamburgs wird dadurch zum Nadelöhr, denn auch die A25 aus Geesthacht und die A255 aus der Innenstadt werden betroffen sein.

Wer aus der Hamburger Innenstadt in Richtung Nordwesten über die Kieler Straße zur A7 fahren will, wird vom 7. Oktober an nur langsam vorankommen. Die wichtige Verkehrsachse wird bis zum 21. November auf etwa zwei Kilometern saniert und in der Zeit nur zweispurig, an Wochenenden sogar nur einspurig befahrbar sein.

Die Verkehrsbehörde betonte, dass die vielen Baustellen einander bedingten und der Zeitplan eng sei. Asphaltarbeiten könnten beispielsweise nicht bei winterlichen Temperaturen ausgeführt werden. „Die Baustellenkoordinierung in Hamburg ist besser als ihr Ruf“, betonte Sprecherin Susanne Meinecke. Nach den Worten von Horch ist die A7-Baustelle die größte in Deutschland. Eine solche Maßnahme könne „nicht heimlich gemacht“ werden. „Ohne Störung geht es nicht.“ Die Behörde appellierte an die Autofahrer, auf S-, U- und Regionalbahnen umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Immerhin könnten die Bürger den Baufortschritt sehen, sagte Verkehrskoordinator Gerhard Fuchs. Am Montag sollen die ersten Elemente des Deckels in Schnelsen auf die schon vorhandenen Seitenwände gesetzt werden. Für die Anwohner rückt damit der bis 2018 geplante Lärmschutz näher. Bis Ende des Jahres soll der Deckel auf der westlichen Autobahnseite im Rohbau fertig sein.

Am übernächsten Montag (12. September) werden einige hundert Stellinger Schüler kaum traurig über den Brückenabriss und den Einbau eines provisorischen Ersatzbaus am Wördemanns Weg sein. Am nahe gelegenen Gymnasium gibt es wegen der blockierten A7-Querung schulfrei. Die benachbarte Grundschule muss dagegen Unterricht anbieten. Die Kinder werden von Polizisten und Eltern an der spektakulären Baustelle vorbeigeführt.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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