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Habeck macht Druck auf den Bund wegen Freilandeiern

Agrar Habeck macht Druck auf den Bund wegen Freilandeiern

Angesichts der Verluste für Freilandhalter infolge der Geflügelpest hat der Kieler Ressortchef Robert Habeck einen Brandbrief an das Bundeslandwirtschaftsministerium geschrieben.

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Freilandhühner im Wintergarten eines mobilen Hühnerstalles.

Quelle: Roland Weihrauch/Archiv

Kiel. Darin bekräftigt der Grünen-Politiker seine Forderung nach Sofortmaßnahmen. Die norddeutschen Länder hatten bisher vergeblich an den Bund appelliert, sich auf EU-Ebene für eine Flexibilisierung der Fristen für die Aufstallung von Freiland-Legehennen einzusetzen. Deren Eier dürfen nicht mehr als Freiland verkauft werden, wenn die Hennen zwölf Wochen im Stall waren - wie im Zuge der Geflügelpest vorgeschrieben.

Auch der Appell an den Bund, rechtzeitig eine Übergangslösung zu

 

schaffen, sei ungehört verhallt, heißt es in Habecks Schreiben. Rechtskonform und im Sinne der Verbraucherklarheit und -wahrheit würden in Schleswig-Holstein nach Ablauf der Zwölf-Wochen-Frist Eier aus eigentlichen Freilandhaltungen nunmehr als Eier aus Bodenhaltung vermarktet, erläutert Habeck. "Offenbar werden in anderen Ländern abweichende Rechtsauffassungen vertreten. Das kann aber nur zu Verbraucherverunsicherung und Wettbewerbsverzerrung führen."

Baden-Württemberg hat gerade die Stallpflicht für ein oder zwei Tage ausgesetzt, wonach dort die Zwölf-Wochen-Frist neu startet. Da steht der Verdacht der Verbrauchertäuschung im Raum. Falls kurzfristig aus Berlin keine befriedigende Antwort kommt, will Habeck Anfang nächster Woche eine Telefonkonferenz der Agrarminister der Länder einberufen und eventuell darüber hinaus eine Beratung anberaumen lassen.

dpa

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