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Bis zu 200 Meter hoher Elbtower am Ostende geplant

Hafencity Hamburg Bis zu 200 Meter hoher Elbtower am Ostende geplant

Die Idee ist schon mehr als 20 Jahre alt: Nun soll am Ostende der Hamburger Hafencity tatsächlich ein bis zu 200 Meter hohes Hochhaus entstehen - als Gegenpol zur Elbphilharmonie im Westen.

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So könnte der "Elbtower" aussehen.

Quelle: Hafencity GmbH

Hamburg. Nach der Elbphilharmonie im Westen soll die Hamburger Hafencity mit einem bis zu 200 Meter hohen Hochhaus auch an ihrem Ostende ein weithin sichtbares Wahrzeichen erhalten. Das Projekt „Elbtower“ werde kommende Woche auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes vorgestellt, teilte der Senat am Mittwoch mit. Wenn dann im nächsten Jahr der private Bauherr feststehe und auch die Hamburgische Bürgerschaft zugestimmt habe, könnte 2020/2021 Baubeginn sein. Die ursprüngliche Idee, an den Elbbrücken einen signifikanten Eingang zur Hamburger Innenstadt zu schaffen, ist bereits mehr als 20 Jahre alt.

„Jetzt haben wir die Chance, mit dem Vorhaben „Elbtower“ das „Kunstwerk Hamburg“, wie es der frühere Oberbaudirektor Fritz Schumacher einmal nannte, endgültig im 21. Jahrhundert zu verankern, ohne etwas von der Qualität der Vergangenheit preiszugeben“, erklärte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD). Das Hochhaus soll nach den Vorstellungen der Stadt „skulptural“ sein und ein nachhaltiges Bauvorhaben auf höchstem internationalem Standard werden.

Bis zu 200 Meter könnte das Gebäude hoch werden.

Quelle: Hafencity GmbH

Als Nutzung stellen sich die Planer Büros, Hotelzimmer, Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen, eventuell auch Wohnungen vor. Oberbaudirektor Jörn Walter bezeichnete die Elbbrücken als einen „magischen Ort“, den es mit einem Hochhaus zu markieren gelte: „Und hier ist es möglich, weil die Altstadtsilhouette mit ihren Kirchtürmen nicht berührt wird und das größte städtebauliche Projekt dieser Generation, die Hafencity, einen spannungsvollen Bogen von der Elbphilharmonie bis zu den Elbbrücken schlägt.“

Die CDU begrüßte das Projekt. Auch wenn Bürgermeister Scholz wieder einmal alten Wein in neuen Schläuchen verkaufe und die Planungen noch sehr vage seien, „unterstütze ich das Projekt an dieser richtigen Stelle in unserem Stadtbild“, sagte CDU-Fraktionschef André Trepoll. Der Elbtower als Eingangstor habe das Potenzial, jedem Besucher Hamburgs klar zu machen: „Hier geht's nach oben!“

Deutlich zurückhaltender zeigte sich Scholz' Koalitionspartner. Grünen-Fraktionschef Anjes Tjarks sprach von einer „grundsätzlich interessanten“ Idee. Es komme aber auf die Umsetzung an. „Für uns ist klar: Dieses Hochhaus wird es nur geben, wenn ein konkreter Entwurf die Menschen in Hamburg überzeugt.“

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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