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Namenszusatz Helmut Schmidt nun offiziell

Hamburg Airport Namenszusatz Helmut Schmidt nun offiziell

Exakt ein Jahr nach dem Tod von Altkanzler Schmidt hat der Flughafen Hamburg dem wohl berühmtesten Bürger der Hansestadt eine besondere Ehre zuteil werden lassen. Ab sofort trägt der Airport offiziell den Zusatznamen Helmut Schmidt. Bürgermeister Scholz findet es passend.

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Der Flughafen Hamburg trägt ab sofort offiziell den Zusatznamen Helmut Schmidt.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Hamburg. Der Flughafen Hamburg trägt ab sofort offiziell den Zusatznamen Helmut Schmidt. Am ersten Todestag des im Alter von 96 Jahren gestorbenen Altkanzlers und Ehrenbürgers der Hansestadt eröffneten Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler und Schmidts Tochter Susanne im Flughafengebäude am Donnerstag auch eine Ausstellung über das Lebenswerk von Helmut und Loki Schmidt. Schmidt war von 1974 bis 1982 als Nachfolger von Willy Brandt (SPD) Kanzler. Zu den größten Herausforderungen seiner Amtszeit gehörten die Ölkrise in den 70er Jahren und der Kampf gegen den Terror der Roten Armee Fraktion (RAF). Den Hamburgern bleibt er vor allem wegen seines Einsatzes als Innensenator während der Sturmflut von 1962 im Gedächtnis.

In den vergangenen Wochen waren bereits Helmut- Schmidt-Schriftzüge an der Außenwand auf dem Rollfeld und innerhalb der Terminals installiert worden. Zudem begrüßt nun ein lächelnder Altkanzler mit Prinz-Heinrich-Mütze und in schwarzem Mantel auf einem überdimensionalen Schild die Besucher auf der Zufahrtsstraße mit den Worten „Welcome to Hamburg Airport Helmut Schmidt“.

Die Deutsche Post gedachte Schmidt an seinem ersten Todestag darüber hinaus mit einem Sonderstempel und einem Sonderbriefumschlag. Bereits zu Wochenbeginn hatte die Bucerius Law School ihren zentralen Hörsaal in „Helmut Schmidt Auditorium“ umbenannt.

„Hamburg Airport Helmut Schmidt - da klingt nicht nur die Erinnerung an den Staatsmann und Weltbürger an, sondern auch die an einen sehr aufmerksamen Freund unserer Stadt“, sagte Bürgermeister Scholz. Und wie ein guter Freund begrüße und verabschiede nun sein Namenszug die Reisenden. „Das ist ein beruhigendes Gefühl, und es ist auch sehr passend, denn niemand steht für den sprichwörtlichen hamburgischen Geist - für Weltoffenheit, Tatkraft, Vernunft und Fairness - so wie Helmut Schmidt.“

Flughafen-Chef Eggenschwiler betonte: „Wir sind stolz darauf, von nun an für immer mit Helmut Schmidt verbunden zu sein.“ Auch sei er stolz, dass die Idee der Namensergänzung von den Hamburger Bürgern selbst gekommen sei. „Und wir sind stolz darauf, dass dieser große Staatsmann über fünf Jahrzehnte lang unser Langenhorner Nachbar, vielfliegender Weltbürger und Ehren-Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens war.“

Wer das Wohnhaus von Helmut und Loki Schmidt im Neubergerweg 80 unweit des Airports besuchen möchte, kann dies seit Donnerstag auf virtuelle Weise tun. Die Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung bietet auf ihrer Homepage einen von „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo geführten Rundgang durch Wohnhaus, Archiv und Garten an. Aber auch eine eigene Entdeckertour durch das Anwesen sei möglich. Eingesetzt würden eine 360-Grad-Panoramafotografie sowie Videos, Audio-Beiträge und weitere Internetlinks. Das Ehepaar Schmidt - beide Ehrenbürger der Stadt - hatte die Stiftung 1992 gegründet.

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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