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Golden Pudel Club offenbar gerettet

Hamburg-St. Pauli Golden Pudel Club offenbar gerettet

Das Tauziehen um die halb abgebrannte Kult-Kneipe Golden Pudel Club scheint beendet zu sein. Die Zwangsversteigerung ist abgesagt, jetzt kann der Wiederaufbau so richtig beginnen, hoffen die Unterstützer.

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Nach dem Brand im Dachstuhl des Golden Pudel Clubs im Februar kann jetzt offenbar der Wiederaufbau beginnen.

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa

Hamburg. Der Streit der Eigentümer um die Zukunft des Hamburger Golden Pudel Clubs scheint beendet zu sein. Eine gemeinnützige Stiftung habe den Anteil des Miteigentümers Wolf Richter gekauft, teilte der Golden Pudel Club am Montag mit. Der Anteil des Musikers Rocko Schamoni werde irgendwann ebenfalls in die Gemeinnützigkeit übergehen, sagte Schamonis Anwalt Martin Klingner.

Das Dach des Hauses war Mitte Februar abgebrannt. Zuvor war bereits ein Streit der Eigentümer entbrannt. Wolf Richter, der das Café „Oberstübchen“ betrieben hatte, wollte das Gebäude am Fischmarkt zwangsversteigern lassen, um die Eigentumsgemeinschaft aufzulösen. Nach dem Brand wollte er jegliche Bauarbeiten verhindern. Ein für den 20. April angesetzter Versteigerungstermin war nach dem Brand aufgehoben worden, weil ein neues Gutachten erstellt werden musste.

Meldung "mit Freude, Herzrasen und Wahnwitz"

Jetzt hieß es in einer Mitteilung der Club-Betreiber: „Mit größter Freude, Herzrasen & Wahnwitz darf der Golden Pudel Club verkünden: Das mit ihm verwachsene Stückchen Erde, mit dem Namen St. Pauli Fischmarkt 27, konnte den hitzigen Klauen einer drohenden Zwangsversteigerung entrissen werden!“ In Zusammenarbeit mit der Mara & Holger Cassens Stiftung sei Wolf Richters Anteil erworben worden und könne nun „in eine Gemeinnützigkeit“ überführt werden.

Das Haus am Fischmarkt gilt seit langem als legendärer alternativer Szenetreff. Mehrmals hatte Anhänger des Clubs gegen die Versteigerung demonstriert. In der Mitteilung hieß es, somit „kann weiterhin an der kulturellen Bespielung und sozialen Idee gebastelt werden“.

Von dpa

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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