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Hamburg: keine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen

Tiere Hamburg: keine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen

Hamburg hält eine Kastrationspflicht freilaufender Katzen oder ein Stubenarrest nicht für notwendig. Der Tierschutzverein bekomme jährlich rund 30 000 Euro, um bei Bedarf freilaufende Katzen zu kastrieren, teilte die Behörde für Verbraucherschutz am Donnerstag mit.

Hamburg/Berlin. Im neuen Tierschutzbericht der Bundesregierung heißt es, wegen der wachsenden "Kolonien herrenloser, verwilderter Katzen" könnte es zum Beispiel erforderlich sein, "den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Haus- und Hofkatzen für einen bestimmten Zeitraum zu beschränken oder zu verbieten".

Die "Bild"-Zeitung berichtete am Donnerstag zuerst darüber, nachdem das Bundeskabinett am Mittwoch den Tierschutzbericht 2015 beschlossen hatte. Darin wird auf eine Änderung des Tierschutzgesetzes aus dem Jahr 2013 eingegangen - damals wurde eine sogenannte Verordnungsermächtigung für die Landesregierungen eingefügt. Davon hat Hamburg noch keinen Gebrauch gemacht und habe auch nicht die Absicht, sagte Behördensprecher Rico Schmidt.

Für eine Kastrations- und Registrierpflicht setzen sich auch Tierschützer ein. Die Tierrechtsorganisation Peta sieht sie "als wichtige Maßnahme gegen die Katzenüberpopulation und zur Eindämmung des Leids heimatloser Katzen". In etlichen Gemeinden gibt es bereits eine solche Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht, vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Tierschützer schätzen die Zahl streunender Hauskatzen auf bundesweit zwei Millionen.

dpa

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