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Hamburger Fernsehturm kann saniert werden: Mittel vom Bund

Denkmäler Hamburger Fernsehturm kann saniert werden: Mittel vom Bund

Der Hamburger Fernsehturm ist ein Wahrzeichen - und wie andere Denkmäler in die Jahre gekommen. Jetzt hat der Bund für seine Sanierung Geld bewilligt. Ob Hamburger und Touristen nun bald wieder von dem Turm über die Stadt gucken können?

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Der Hamburger Heinrich-Hertz-Turm.

Quelle: Markus Scholz/Archiv

Hamburg. Für die Sanierung des Hamburger Fernsehturms, der seit 2001 für das Publikum geschlossen ist, stehen nun finanzielle Mittel bereit. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags habe hierfür am Donnerstag rund 18,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, teilten die beiden Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs (SPD) und Rüdiger Kruse (CDU) mit. Die gleich Summe müsste die Stadt aufbringen. Auch für andere Projekte gab es Geld, im Gesamtvolumen sind es 68 Millionen Euro. So sei auch die Sanierung des Konzerthauses Laeiszhalle von überragender Bedeutung, teilten die Abgeordneten mit. Die Projekte im Einzelnen:

Fernsehturm: In dem 1966 bis 1968 erbaute Heinrich-Hertz-Turm sollen zwei Ebenen als Aussichtsplattform und für Gastronomie genutzt werden. Nun gebe es die Grundlage, "um eine ordentliche Planung aufzunehmen und mit einem geeigneten Betreiber ein tragfähiges Betriebskonzept" zu entwickeln", teilte der Chef der Senatskanzlei, Staatsrat Christoph Krupp, mit. Die von der Stadt aufzubringenden Mittel müssten über mehrere Jahre verteilt im Haushalt veranschlagt werden. Dafür sei ein Beschluss der Bürgerschaft erforderlich. "Die Chancen für eine Wiedereröffnung des Hamburger Fernsehturms für die Öffentlichkeit waren noch nie so gut wie heute", ergänzte Rainer Heimann, Deutsche Funkturm Leiter Region Nord.

Laeiszhalle: Für die Modernisierung der 1908 erbauten Laeiszhalle sowie der Restaurierung ihrer Beckerath-Konzertorgel im Großen Saal steuert der Bund 10,75 Millionen Euro bei.

Botanischer Garten: Die Schaugewächshäuser des Botanischen Gartens der Universität Hamburg, die zur internationalen Gartenausstellung 1963 angelegt wurden, sind in die Jahre gekommen. Um die Heimat für Pflanzen aus aller Welt aufzuhübschen, beteiligt sich der Bund zu Hälfte an den veranschlagten Investitionen von 26,3 Millionen Euro.

Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung: Sie wird in Hamburg angesiedelt und erhält vom Bund jährlich 2,575 Millionen Euro. Sie soll sich mit Schmidts Wirken auf zentrale Zukunftsfragen der Außen- und Sicherheitspolitik, der europäischen Integration, des Finanz- und Bankenwesens oder der demografischen Entwicklung auseinandersetzen.

Oberhafen: Für das Kreativquartier, das sich am ehemaligen Güterbahnhof in der östlichen Hafencity entwickelt, sollen die Gebäude umgestaltet werden. Der Bund gibt 2,4 Millionen Euro. Außerdem wird das hier tätige Atelier für Kunst&Stadtentwicklung mit 600 000 Euro unterstützt.

Sternwarte Bergedorf/Bornemannsche Haus: Auch das Bergedorfer Kulturdenkmal muss saniert werden. An den Kosten von 3,15 Millionen Euro beteiligt sich der Bund zur Hälfte. Für das Bornemannsche Haus von 1566 in Harburg stellt der Bund ebenfalls die Hälfte der benötigten vier Millionen Euro bereit.

Weitere Begünstigte sind das Reeperbahn-Festival (2 Mio Euro) sowie das Kulturprojekt Tonali (300 000 Euro). In einem Denkmalschutz-Sonderprogramm wird die Sanierung historischer Schiffe (u.a. "Stubnitz"/875 000 Euro) und weiterer Bauten gefördert.

dpa

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