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Hamburger Polizei geht gegen Dealer auf St. Pauli vor

Kriminalität Hamburger Polizei geht gegen Dealer auf St. Pauli vor

Hamburg hat den Drogendealern auf den Straßen den Kampf angesagt. Vor allem auf St. Pauli, in St. Georg am Hauptbahnhof und im Schanzenviertel hätten sich auffällige Drogenschwerpunkte gebildet, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Hamburg. Insgesamt schätze man die Zahl der Straßendealer, die vor allem Cannabisprodukte verkauften, auf etwa 80.

"Es soll ungemütlich werden", betonte Polizeipräsident Ralf-Martin Meyer. "Das Sicherheitsgefühl der Bürger ist stark beeinträchtigt", sagte er zur öffentlichen Wahrnehmung der Drogenszene. Und Innensenator Andy Grote (SPD) kündigte an: "Wir erhöhen den Verfolgungsdruck und die Polizeipräsenz, um eine deutliche Reduzierung der Dealerszene zu erreichen."

In der wärmeren Jahreszeit rechnet die Polizei nochmals mit einer Zunahme des Straßenhandels, der vor allem von Schwarzafrikanern betrieben werde. Insgesamt werden zusätzlich 50 Beamte der Bereitschaftspolizei für verstärkte Einsätze gegen die Drogenszene herangezogen.

Aus Polizeikreisen hieß es zudem, dass vermehrt zivile Kräfte eingesetzt würden, etwa auch für Scheinkäufe. Man wolle gezielt Unruhe in die Szene bringen.

Nach Polizeiangaben wurden in den ersten drei Monaten des Jahres Haftbefehle gegen 67 Verdächtige beantragt, in 66 Fällen wurden diese auch vom Haftrichter erlassen. Dagegen seien im gesamten vorigen Jahr lediglich 137 Haftbefehle beantragt und davon 121 erlassen worden.

dpa

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