9 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Hamburger Polizei stellt sich auf Andrang ein

Kriminalität Hamburger Polizei stellt sich auf Andrang ein

Sonne satt, warme Nächte, Ferienzeit - die Polizei erwartet am Wochenende einen großen Andrang am Jungfernstieg. In den vergangenen Wochen hatten sich Berichte über Gewaltdelikte, Drogenhandel und Alkoholkonsum auf der Flaniermeile gehäuft.

Voriger Artikel
Anklage wegen Drogenmissbrauch?
Nächster Artikel
84-Jähriger stirbt bei Badeunfall in Sierksdorf

Timo Zill, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Polizei Hamburg.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. Nach den jüngsten Zwischenfällen auf der Hamburger Flaniermeile Jungfernstieg will die Polizei an diesem Wochenende nichts dem Zufall überlassen. "Wir haben uns mit der Konzeption "Binnenalster" auf solche Lagen wie jetzt am Jungfernstieg und mit solchen Vorzeichen wie heiße Tage, laue Nächte und Schulferien eingestellt", sagte Polizeisprecher Timo Zill der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir rechnen am Wochenende mit mehreren Hundert vorwiegend jungen Leuten am Jungfernstieg und am Alsteranleger." Die jungen Leute seien "erlebnisorientiert". "Und dann kommt es schon mal zu Streit und zu Zwischenfällen, manchmal auch zu Aggressionsdelikten, weil sich manche nicht grün sind, weil Alkohol und Hitze im Spiel sind."

Das sei aber kein Grund, jetzt Hundertschaften am Jungfernstieg einzusetzen. "Es reicht in der Regel, dass Kollegen in Uniform da sind. Oft ist es schon erfolgreich, die jungen Leute anzusprechen." Die nächste Stufe sei, die Personalien festzustellen, die Leute so aus der Anonymität zu holen. "Hilft das nicht, können die Beamten einen Platzverweis aussprechen. Kommt die Person dem nicht nach, ist auch eine Ingewahrsamnahme möglich."

"Es sind neben den Kollegen in Uniform auch Beamte des Jugendschutzes in Zivil unterwegs, die dann besonders junge Leute ansprechen, die hier Alkohol trinken. Und auch ein Polizeihund ist dabei", sagte der Polizeisprecher. Denkbar sei auch, dass Zivilfahnder oder Beamte von der Task Force BTM zur Drogenbekämpfung und Spezialisten zur Bekämpfung des Taschendiebstahls sich am Jungfernstieg aufhalten.

In den vergangenen Wochen hatten sich Berichte über Gewaltdelikte, Drogenhandel und Alkoholkonsum am Jungfernstieg gehäuft. "Ich will die Lage weder hochschaukeln noch irgendwie abwiegeln. Uns ist bewusst, das die Situation am Jungfernstieg auch einige Menschen verunsichert", sagte Zill. Zugleich schränkte er ein: "Die Statistik lässt aber nicht den Schluss zu, dass das ein besonderer Kriminalitätsbrennpunkt geworden ist."

"Seit Jahresbeginn gab es hier 50 Gewaltdelikte - meist niedrigschwellig und zwischen Gruppen von Jugendlichen. Dazu kamen am Alsteranleger vier Raubdelikte bis Anfang August. Auch vier sind zu viele, aber das ist keine auffällige Zahl." Zill betonte, dass sich die Besucher auf die Polizei verlassen könnten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Norddeutschland 2/3