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Hitze und Gewitter halten Feuerwehren im Norden auf Trab

Unfälle Hitze und Gewitter halten Feuerwehren im Norden auf Trab

Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Die hochsommerliche Hitze hat die Feuerwehren im Norden am Wochenende auf Trab gehalten. Vor allem in Hamburg waren die Einsatzzahlen erhöht.

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Quelle: Lukas Schulze/Archiv

Dort habe man innerhalb von 24 Stunden 1250 Einsätze gezählt - an einem normalen Wochentag seien es rund 800, sagte ein Sprecher. "Für ein Wochenende ist das sehr, sehr sportlich." Zum Vergleich: An Silvester - dem einsatzstärksten Tag des Jahres - waren es zuletzt knapp 2000 Einsätze.

Bei Temperaturen weit über 30 Grad suchten viele Menschen Erfrischung in Elbe und Alster - in mindestens neun Fällen musste die Feuerwehr am Samstag in Not geratene Schwimmer aus den Flüssen retten. Tragisch ging das nächtliche Bad eines 31-jährigen Mannes in der Alster auf Höhe Kennedybrücke in der Hamburger Innenstadt aus. Zeugen hatten die Feuerwehr alarmiert, als der Mann nach einem Kopfsprung vom Ufer nicht wieder auftauchte. Er wurde von Tauchern geborgen. Er sei vor Ort wiederbelebt worden und später im Krankenhaus gestorben, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Außerdem habe der Rettungsdienst mehr Kreislauf-Zusammenbrüche als gewöhnlich behandelt, sagte der Sprecher - konkrete Zahlen konnte er jedoch nennen. Nach einem Gewitter am Samstagabend zählte die Hamburger Feuerwehr indes nur rund 20 Einsätze, vornehmlich im Bereich Bergedorf. Hier waren zum Großteil Äste und Zweige auf die Straße gefallen.

Anders in Schleswig-Holstein: Im Süden hielt eine Gewitterfront die Feuerwehr Samstagabend in Atem. Insgesamt rückte die Wehr zu rund 180 Einsätzen raus. Hauptsächlich waren Bäume umgestürzt und Keller durch den Starkregen vollgelaufen. In Schwarzenbek schlugen Blitze in zwei Einfamilienhäuser ein und verursachten Dachstuhlbrände, in Buchholz brannte ein Einfamilienhaus nach einem Blitzeinschlag komplett aus. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

Die Zahl hitzebedingter Rettungseinsätze sei vor allem dort, wo viel Tourismusbetrieb herrschte und viele Menschen unterwegs waren, erhöht gewesen, sagte der Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbands Schleswig-Holstein Volker Arp am Sonntag. "Aber es war nicht übermäßig, die Einsatzzahlen sind nicht durch die Decke geschossen."

dpa

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