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Bessere Arbeitsbedingungen in Windindustrie gefordert

IG Metall Küste Bessere Arbeitsbedingungen in Windindustrie gefordert

Die IG Metall Küste fordert mehr Ausbildung und bessere Arbeitsbedingungen in Firmen der Windindustrie. Eine niedrige Ausbildungsquote vor allem in nicht tarifgebundenen Unternehmen oder gar ein fehlendes Lehrstellenangebot bezeichnete der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Meinhard Geiken, am Dienstag in Hamburg als unhaltbar.

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Die IG Metall Küste fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Windenergie-Branche.

Quelle: Christian Charisius/dpa

Hamburg. Der Wettbewerb um kluge Köpfe — vom Facharbeiter bis zum Ingenieur — gehe angesichts des demografischen Wandels jetzt richtig los. Leiharbeit und Werkverträge sowie befristete Arbeitsverträge müssten zugunsten regulärer Arbeitsverhältnisse reduziert werden.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Windenergiebranche bezifferte die IG Metall auf rund 120 000, davon sei ein Sechstel in den Küstenländern. In den meisten Firmen gebe es Betriebsräte und sei die IG Metall gut organisiert — bis auf die Anlagenhersteller Enercon (Aurich) und Nordex (Rostock), berichtete der Bezirksleiter.

Eine Umfrage bei Betriebsräten — es beteiligten sich Arbeitnehmervertreter aus 35 Betrieben (17 050 Mitarbeiter) — ergab, dass 25 Firmen (14 000 Mitarbeiter) einen Tarifvertrag hatten. Durchschnittlich lag die Ausbildungsquote bei 4,3 Prozent. Da die Betriebsräte die Auftragsentwicklung bis 2017 als positiv einstuften, sollte eine langfristige Beschäftigung besser abgesichert werden, mahnte Geiken. Dazu benötige die Branche „nachvollziehbare, transparente und sichere politische Rahmenbedingungen“.

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