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Kinderhilfe-Chef kritisiert Behörden im Fall Tayler

Kriminalität Kinderhilfe-Chef kritisiert Behörden im Fall Tayler

Hannover (dpa/lno) - Der Chef der Deutschen Kinderhilfe, Rainer Becker, sieht im Fall Tayler erhebliche Versäumnisse der Hamburger Behörden. "Wenn man davon ausgeht, dass das Kind schon einmal einen Schlüsselbeinbruch erlitten hat, darf man es nicht ohne eine genaue und sorgfältige Gefahrenprognose in die Familie zurückgeben", sagte der Polizeidirektor im Ruhestand am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das Gefahrenabwehrrecht erlaube es, ein Kind in behördlicher Obhut zu belassen, wenn der Haushalt oder die Familiensituation gefährlich für es ist, erklärte Becker. Zudem sei der Familienhelferin die Vorgeschichte möglicherweise nicht richtig übermittelt worden. "Das Kind wurde zur Experimentiermasse."

Der Vorstandsvorsitzende der Kinderhilfsorganisation kann nicht verstehen, warum kein Haftbefehl gegen die Mutter und ihren Lebensgefährten erlassen wurde. "Es spricht viel für den Verdacht auf Kindesmisshandlung mit Todesfolge. Um bei einem einjährigen Kind ein Schütteltrauma auszulösen, bedarf es massivster Gewalt."

dpa

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