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Neue Gedenkstätte für Märtyrer

Lübeck Neue Gedenkstätte für Märtyrer

Der Kirchenkreis Lübeck baut seine Bildungsarbeit zur Rolle der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus aus. Dazu sei eine Dauerausstellung über die Lübecker Märtyrer in der evangelischen Lutherkirche zur Gedenkstätte erweitert worden, teilte Pröpstin Petra Kallies am Dienstag mit.

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Der Kirchenkreis Lübeck baut seine Bildungsarbeit zur Rolle der evangelischen Kirche im Nationalsozialismus aus.

Quelle: Fred Könnecke

Lübeck. Die Ausstellung thematisiert den gemeinsamen Widerstand und die Freundschaft der Märtyrer über Konfessionsgrenzen hinweg.

In der 1937 erbauten Kirche war Karl Friedrich Stellbrink Gemeindepastor, der 1943 gemeinsam mit den katholischen Kaplänen Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller wegen seines Widerstandes gegen das NS-Regime hingerichtet wurde. Stellbrink sei ein gutes Beispiel dafür, dass es nie zu spät zur Umkehr sei, sagte Kallies. Pastor Stellbrink war zunächst überzeugter Anhänger der NSDAP, wandelte sich aber später zum Regimegegner.

Die Historikerin Karen Meyer-Rebentisch, die die Gedenkstätte betreut, will eng mit der katholischen Gedenkstätte für die Lübecker Märtyrer zusammenarbeiten. So seien gemeinsame Aktivitäten mit Jugendlichen und in Schulen geplant, sagte sie.

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Ein Artikel von
Deutsche Presse-Agentur dpa