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Krise im Schwarzen Meer

Deutsche Marine ist unterwegs Krise im Schwarzen Meer

Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Sonnabend im Parlament die Entsendung von Truppen in die Ukraine beantragt. Die Ereignisse in Simferopol, Sevastopol und in Kiew entwickeln sich mehr und mehr zu einer Krise von internationaler Bedeutung.  Die russischen Militärbewegungen in der Region werden von der NATO mit Sorge beobachtet  und ausgewertet. Im Mittelmeer die Präsenz von Marineeinheiten. 

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Flottendienstboot "Alster" ist von Eckernförde aus ins Mittelmeer aufgebrochen.

Quelle: FB

Krim. Putin wolle die Armee in dem Nachbarland einsetzen, bis sich die politische Lage wieder normalisiert habe, wurde Putin in einer Erklärung des Kremls zitiert. Zur Begründung für seinen Antrag an den Senat, das Oberhaus des Parlaments, nannte der Staatschef die „außergewöhnliche Lage“ in der Ukraine und eine „Bedrohung“ für die dort lebenden russischen Staatsbürger.

Russland hat seit Wochen seine beiden größten und kampfkräftigsten Einheiten im Mittelmeer südlich der Türkei postiert. Der nuklear angetriebene Kreuzer „Pyotr Velikiy“ und der Flugzeugträger „Admiral Kuznetsov“ sind mit mehr als zehn Begleitschiffen im Mittelmeer. Zusätzlich sind mehrere Landungsschiffe in den vergangenen Wochen durch den Bosporus ins Schwarze Meer geschickt worden. Versorgungshafen für die russischen Einheiten ist Limassol auf Zypern.

Im Mittelmeer ist am  Donnerstag   der amerikanische Flugzeugträger „George H.W. Bush“ mit drei  Zerstörern und dem Kreuzer „Philippine Sea“ eingetroffen.  An Bord der „Bush“ ist das  aus rund 100 Flugzeugen und Hubschraubern bestehende Trägergeschwader „Carrier Air Wing 8“. Insgesamt umfasst der Verband rund 5000 Soldaten, die für bis zum Herbst in den Einsatzbereichen der 6.  Flotte (Neapel) und der 5. Flotte (Bahrain) operieren sollen. Ein zweiter  US-Verband mit dem Hubschrauberträger „Bataan“ und zwei  Landungsschiffen und 4000 US-Soldaten ist  ebenfalls auf dem Weg ins Mittelmeer. Die „Bataan“ hat am Donnerstag  zu einem Besuch in Lissabon festgemacht. Der Verband wird nach dem Besuch vermutlich seine Reise ins Mittelmeer fortsetzen.

Auch die Deutsche Marine  schickt weitere Schiffe ins Mittelmeer. Das Aufklärungsschiff „Alster“ hat Eckernförde verlassen und ist derzeit auf dem Weg nach Gibraltar. Das Spezialschiff ist für die Nachrichtengewinnung im Einsatz und kann mit seiner Technik Funksignale und Funksprüche abhören und auswerten. Zu dem genauen Einsatzziel der „Alster“ macht die Bundeswehr aus Gründen der Geheimhaltung keine Angaben.

Im Mittelmeer sind der Tender „Rhein“ sowie das Minenjagdboot „Weilheim“ in einem NATO-Verband sowie zwei Schnellboote als Teil der Blauhelm-Mission UNIFIL vor dem Libanon im Einsatz. An dem ebenfalls im Mittelmeer eingesetzten „Ständigen Einsatzverband 2“ der Nato ist die Deutsche Marine derzeit aus Mangel an einsatzbereiten Schiffen nicht beteiligt. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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