17 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Lesezirkel trotzen digitaler Konkurrenz - Umsatz gestiegen

Medien Lesezirkel trotzen digitaler Konkurrenz - Umsatz gestiegen

Das Geschäft der Lesezirkel in Deutschland hält dem Konkurrenzdruck digitaler Medienangebote stand. Das Geschäftsmodell habe auch mehr als 100 Jahre nach der Gründung nichts von seiner Attraktivität verloren, teilte der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Lesezirkel, Günther Hildebrand, am Dienstag in Hamburg mit.

Voriger Artikel
Messerangriff in Hamburg-Bergedorf: Ermittlungen laufen
Nächster Artikel
Prozess um Brand in Flensburger Schule beendet

Verschiedene aktuelle Magazine und Illustrierte im Lesezirkel.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. Lesezirkel bieten ihre Zeitschriftenmappen Ärzten, Friseuren und anderen Dienstleistern zur Miete an.

Die Verbandsmitglieder steigerten ihre Umsätze 2015 um 1,2 Prozent auf rund 182 Millionen Euro. Während die Zeitschriftenvermietung um 2,14 Prozent zulegte, gingen die Werbeeinnahmen um 9,0 Prozent zurück. Um mit der digitalen Entwicklung Schritt zu halten, will der Verband seine digitale Lesemappen-App weiter testen.

Die Lesezirkel hatten 2015 den Angaben zufolge 321 Zeitschriften im Angebot, ein Plus von 6,0 Prozent. Nach Verbandsangaben erreichten die Lesezirkel im 1. Quartal 2016 rund 12 Millionen Leser. Der Bezugspreis für eine Lesemappe hängt von der Aktualität der Titel ab: Je aktueller sie gemietet werden, desto teurer. Der Verband wurde 1908 in Leipzig gegründet und vertritt heute rund drei Viertel aller Lesezirkel-Unternehmen in Deutschland. Gab es 1955 noch 800 Betriebe in Deutschland, sind es heute rund 140.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Norddeutschland 2/3