8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Lüneburg lässt Hansetag neu aufleben

Geschichte Lüneburg lässt Hansetag neu aufleben

Vor genau sechshundert Jahren ging die Ära der Hansetage zu Ende. Nun soll es zu einer Neuauflage in der Salzstadt Lüneburg kommen. 109 Delegationen aus 14 Ländern haben bereits zugesagt.

Voriger Artikel
Vater und Sohn streiten Missbrauch ab
Nächster Artikel
Sturm entwurzelt Bäume in Hamburg-Bergedorf

Lüneburg lädt zum Hansetag ein.

Quelle: dpa

Lüneburg. "Verbindungen leben - Netzwerk Hanse" lautet das Motto des 32. Hansetages. Bis zu 200 000 Besucher erwartet die alte Salzstadt bis Sonntag (1. Juli). Insgesamt haben 109 Delegationen aus 14 Ländern zugesagt. Auf dem Hansemarkt rund um das Rathaus können sich die Mitgliedsstädte präsentieren. Zum Unterhaltungsangebot gehören 440 Stunden Live-Musik auf acht Bühnen. Historische Handwerkerstände warten in der Altstadt auf Besucher. Aus Lüneburg kam über Jahrhunderte wertvolles Salz, lange unentbehrliches Konservierungsmittel für Handelsgüter wie Heringe und Butter.

Auf ihren Hansetagen trafen die Mitglieder des Städtebundes im Mittelalter einst wichtige Entscheidungen über Krieg oder Frieden, Gewichte und Handelsprivilegien, Preise und Seewege. Der 1356 in Lübeck erstmals einberufene Hansetag war einzige Entscheidungsinstanz — eine einheitliche Verwaltung oder Leitung der Hanse gab es nicht. Mit ihrem Niedergang kam auch das Ende der Hansetage, der letzte wurde 1669 abgehalten.

Die Hansetage der Neuzeit begannen 1980 als Stadtfest zur 750-Jahr-Feier der niederländischen Stadt Zwolle. Heute geht es um Wirtschafts- und Kulturkontakte, um Stadtsanierung und Umweltschutz - und werbewirksame Selbstdarstellung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel