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Mandantengelder veruntreut: Haft für Steuerberater gefordert

Prozesse Mandantengelder veruntreut: Haft für Steuerberater gefordert

Für die Veruntreuung von Mandantengelder in Millionenhöhe soll ein Steuerberater aus Laboe nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für vier Jahre und vier Monate ins Gefängnis.

Kiel. In seinem Plädoyer vor dem Kieler Landgericht legte der Anklagevertreter dem 59-Jährigen neun Mal Untreue und Betrug in besonders schweren Fällen sowie Urkundenfälschung zur Last. Der Steuerberater habe auch langjährige Mandanten bewusst getäuscht und belogen und einen Schaden von über 1,7 Millionen Euro verursacht, sagte der Ankläger am Dienstag. Das Urteil soll noch am Nachmittag verkündet werden. 

Ursprünglich ging die Anklage von zwölf Fällen mit einem Gesamtschaden von rund 2,2 Millionen Euro aus. Nach einer Verständigung zwischen Gericht, Ankläger und Verteidigung wurden einge Fälle eingestellt. Für die wegen Beihilfe vor Gericht stehende mitangeklagte Ehefrau des Mannes beantragte der Staatsanwalt eine Bewährungsstrafe. 

Geschädigt wurden Geschäftsleute und Privatpersonen, die auf eine sichere Geldanlage mit einer Rendite von fünf bis sechs Prozent vertrauten. Auch von einem Kindergarten in Laboe soll der Steuerberater 175 000 Euro für sich abgezweigt haben. 

dpa

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