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Schleswig-Holsteiner bei Absturz getötet

Weserbergland Schleswig-Holsteiner bei Absturz getötet

Ein 67-jähriger Segelflieger aus Schleswig-Holstein ist am Sonnabend beim Absturz seines Flugzeugs im Weserbergland in Niedersachsen getötet worden. Während die Polizei keine Angaben zur Identität des Verunglückten machen wollte, teilte der Luftsportverein Kreis Segeberg am Sonntag mit, dass es sich bei dem Toten um den langjährigen Vorsitzenden des Vereins, Ullrich S., handelt.

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Im Weserbergland in Niedersachsen ist ein 67-jähriger Mann aus Schleswig-Holstein beim Absturz eines Segelflugzeugs ums Leben gekommen.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Bad Münder. Der erfahrene Pilot habe die Geschicke des Vereins viele Jahre lang geprägt und unzählige Stunden mit Flügen über Norddeutschland verbracht. Vor einigen Jahren habe er einen Segelflug von mehr als 1000 Kilometer vom Flugplatz Wahlstedt aus absolviert. „Das tief empfundene Mitgefühl des Luftsportvereins Kreis Segeberg gilt insbesondere seinen beiden Söhnen“, heißt es in einer Erklärung des Vereins.

Demnach war Ullrich S. am Sonnabendnachmittag mit seinem Flugzeug etwa 25 Kilometer südwestlich von Hannover abgestürzt und noch am Unglücksort gestorben. Die Ursache für den Absturz stand nach Angaben eines Polizeisprechers am Sonntag noch nicht fest. Zwei Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig trafen an der Unglücksstelle ein und nahmen ihre Arbeit auf. Es könne mehrere Wochen dauern, bis der Grund für den Absturz abschließend geklärt sei. Fest steht: Der Pilot war allein an Bord, als er mit seiner Maschine nahe der Stadt Bad Münder am Deister in ein dicht bewachsenes Waldstück stürzte. Die Region im Weserbergland rund um den 400 Meter hohen Bergstock „Süntel“ ist wegen ihrer Thermik bei Segelfliegern aus ganz Deutschland beliebt.

Die Suche nach dem abgestürzten Segelflugzeug gestaltete sich zunächst schwierig. Ein Augenzeuge hatte berichtet, dass das Kleinflugzeug in der Luft mit einer zweiten Maschine kollidiert sei. Daraufhin begann eine groß angelegte Suchaktion nach den Trümmern. Die Polizei setzte einen Hubschrauber ein. Dessen Besatzung entdeckte den Verunglückten schließlich zwischen den Überresten der Maschine. Bergungsmannschaften machten sich sofort auf den Weg. Ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod des Mannes feststellen. Mittlerweile schließt die Polizei die Beteiligung eines zweiten Flugzeuges aus. Am Sonntag durchkämmten mehr als 190 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk die Wälder rund um die Absturzstelle. Sie waren auf der Suche nach weiteren Wrackteilen. Diese könnten den Ermittlern Aufschluss über den Unfallhergang geben. Sind alle Trümmer gefunden, werde entschieden, ob sie zur weiteren Untersuchung zum BFU-Sitz in Braunschweig gebracht werden. Nach Polizeiangaben war es am Sonntag auch noch unklar, von wo aus das Segelflugzeug gestartet war.

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Ein Artikel von
Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH