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Mitschüler erstochen: 18-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

Prozesse Mitschüler erstochen: 18-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

Gut fünf Monate nach einem brutalen Messerangriff auf einen Schüler in Hamburg-Wilhelmsburg steht ein 18-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Der Prozess begann am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

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Nelson-Mandela-Schule.

Quelle: Daniel Bockwoldt/Archiv

Hamburg. Opfer und mutmaßlicher Täter stammen aus Afghanistan und waren als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Hamburg gemeldet, wo sie einen internationalen Deutsch-Vorbereitungskurs besuchten.

Der Angeklagte soll im April seinen 17 Jahre alten Mitschüler in der im Stadtteil Wilhelmsburg erstochen haben. Das Opfer erlag noch im Klassenraum seinen Verletzungen.

Die Tat hatte für Entsetzen in Hamburg gesorgt. Auch Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hatte sich betroffen gezeigt. Der Angeklagte stach nach Angaben der Staatsanwaltschaft mit einer 19 Zentimeter langen Klinge auf den Rücken und dann auf das Gesicht des Mitschülers ein. Als der Angegriffene zu Boden ging, habe er ihn weiter attackiert. Der 17-Jährige habe insgesamt 14 Stichverletzungen erlitten. Der mutmaßliche Täter blieb im Klassenraum und ließ sich später widerstandslos festnehmen.

Weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war, findet der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Nelson-Mandela-Schule in Hamburg-Wilhelmsburg besuchen 1000 Schüler aus mehr als 50 Nationen.

dpa

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