11 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Muslim-Gemeinde: Blut spenden für Integration

Hilfsorganisationen Muslim-Gemeinde: Blut spenden für Integration

Die Hamburger Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde hat am Sonntag zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz eine Blutspendeaktion veranstaltet. Die Aktion sollte ein Zeichen der Integration sein.

Voriger Artikel
Drei Schwerverletzte bei Zusammenstoß zweier Taxen
Nächster Artikel
Unglücksschiff nimmt Kurs auf Ärmelkanal

Die Aktion sollte ein Zeichen der Integration sein.

Quelle: Marcus Brandt

Hamburg. Bis zum frühen Nachmittag hatten sich laut Veranstalter 60 Menschen beteiligt. Adeel Shad (22), Gemeindemitglied und Koordinator der Blutspendeaktion, sagte: "Muslime, die aus Pakistan und Indien stammen, spenden nur selten Blut." Weil sie aus Malariagebieten kommen, müssten sie zunächst einen Antikörper-Test ablegen. "Die Eltern können ihren Kindern so auch keine Blutspende-Kultur weitergeben", sagt Shad. Die Ahmadiyya-Gemeinde will ihre Mitglieder deswegen darüber aufklären, dass eine Blutspende nichts Gefährliches sei. "Islam bedeutet für uns, Menschen zu helfen, unabhängig von deren Religion und Herkunft", sagte Shad.

Britta Gürlich vom DRK-Blutspendedienst Nord berichtete: "Dies ist der erste Blutspendetermin, der in einer Hamburger Moschee stattgefunden hat. Wir haben über 90 Anmeldungen erhalten." Vor allem junge Leute seien gekommen. Am 22. September findet eine weitere Blutspendeaktion der Muslim-Gemeinde in Frankfurt am Main statt. Danach sollen deutschlandweit weitere geplant werden. In Hamburg waren am Sonntag nur Männer eingeladen, die Frauen der Gemeinde wollen noch einen eigenen Spendetermin organisieren.

Die Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde ist nach eigenen Angaben die weltweit drittgrößte islamische Strömung, nach den Sunniten und Schiiten. In Deutschland zählt die Gemeinde demnach 30 000 Mitglieder, in Hamburg 3000. Die Fazle-Omar-Moschee in Hamburg-Eimsbüttel wurde laut Ahmadiyya 1957 erbaut. Sie sei die älteste Moschee der Hansestadt und erste Moschee der deutschen Nachkriegsgeschichte.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Norddeutschland 2/3