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Nach Tod von Tiger: Partnersuche für Maruschka schwierig

Tiere Nach Tod von Tiger: Partnersuche für Maruschka schwierig

Der Tod des Sibirischen Tigers Lailek und seiner beiden Nachkommen bei Hagenbeck ist nicht nur ein harter Schlag für den Zoo sondern auch ein schwerer Rückschlag für das Europäische Erhaltungszucht-Programm.

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Tigermännchen Lailek verstarb unerwartet.

Quelle: Claudia Thaler/Archiv

Hamburg. Die Suche nach einem Partner für die Tigerin Maruschka könnte schwierig werden, weil der Genpool der seltenen Tierart nicht groß ist. Es müsse ein Männchen gefunden werden, das noch nicht viel gedeckt habe, erklärte der Hamburger Tierpark am Freitag. Das sei eine hoch komplizierte Angelegenheit, die europaweit vom Londoner Zoo aus koordiniert werde. "Es kann sein, dass wir Jahre warten müssen, bis wir wieder ein Männchen haben", hieß es. Lailek war am Donnerstag wegen Lähmungserscheinungen untersucht worden und dabei völlig unerwartet gestorben.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es aber noch: Nach dem Tod der Jungen im Mai waren Maruschka und Lailek erneut im Außengehege zusammen gewesen. Maruschka war, wie bei Katzen üblich, bereits wieder rollig, also fortpflanzungsfähig. Lailek hat sie möglicherweise erneut gedeckt. Ob Maruschka trächtig ist, könne noch nicht gesagt werden. Sie soll nach dem Tod der drei Tiger gründlich untersucht werden, ein Termin dafür steht aber noch nicht fest.

Der Körper von Lailek wird noch in der Pathologie untersucht, um die genaue Todesursache zu klären. Bei den Jungen ist das nicht mehr möglich. Sie wurden nach dem Tod wie bei Tigern nicht ungewöhnlich von der Mutter aufgefressen, wie es hieß.

dpa

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