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Noch immer Zugausfälle im Norden

Nach dem Sturmtief Noch immer Zugausfälle im Norden

Auch am Morgen nach den Verwüstungen durch "Xavier" müssen Reisende in Norddeutschland viel Zeit mitbringen. Die allermeisten Fernzüge im Norden und Nordosten fallen zunächst aus.

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Da durch den Sturm Bäume in Oberleitungen gestürzt sind, kam es zu zahlreichen Zugausfällen in ganz Norddeutschland.

Quelle: Roland Halkasch

Kiel/Hamburg. Reisende und Pendler müssen auch einen Tag nach Sturmtief "Xavier" mit Zugausfällen, erheblichen Verspätungen und langen Wartezeiten an Bahnhöfen rechnen. "Leider gibt es immer noch große Beeinträchtigungen", sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Freitag. "Wir konnten in der Nacht nicht alle Oberleitungen und Schieneninfrastruktur reparieren."

Weiterhin sind die Strecken Hannover-Berlin, Hamburg-Berlin, Hamburg-Hannover, Leer-Berlin, Bremen-Wunstdorf, Hamburg-Kiel und Hamburg-Westerland nicht befahrbar. Einige dieser Verbindungen könnten im Laufe des Tages wieder freigegeben werden. Die Bahn rät, Durchsagen zu beachten und die Online-Fahrpläne zu checken.

Die Strecken Rheine-Norddeich, Kassel-Wilhelmshöhe nach Hannover sind inzwischen wieder frei. In Kassel-Wilhelmshöhe mussten gestrandete Leute in Übernachtungszügen schlafen.

In Niedersachsen sind die Strecken der Züge RE5 zwischen Cuxhaven und Hamburg, RE4 und RB41 zwischen Hamburg und Bremen voraussichtlich bis weit in den Tag hinein gesperrt. Bei der RE3 und der RB31 zwischen Lüneburg und Hamburg ist mit Verspätungen zu rechnen. Die Haltestellen Radbruch und Bardowick können nicht angefahren werden. Die Strecke zwischen Uelzen und Lüneburg ist noch ganz gesperrt. Die Bahn rechnet damit, dass sie gegen 6.30 wieder befahrbar ist, allerdings ebenfalls mit Verspätungen. Die R2 fährt zwischen Uelzen und Hannover nicht und zwischen Hannover und Göttingen ist mit Verspätungen zu rechnen.

Bei der RE50 ist die Strecke zwischen Braunschweig und Hildesheim gesperrt und auf der Teilstrecke Hildesheim – Braunschweig fahren Züge mit Verspätung. Zwischen Wolfsburg und Hannover ist mit der RE30 kein Zugverkehr möglich.

Die Straßen sind in Norddeutschland weitgehend wieder befahrbar. Die meisten Bäume sind weggeräumt. In Hamburg hatte die Feuerwehr in der Nacht mehr als ein Dutzend Einsätze wegen überfluteter Keller. Sie erwarten noch mehr Einsätze.

Das Sturmtief hatte am Donnerstag mindestens sieben Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Am späten Abend entspannte sich zumindest die Wetterlage. Beim Verkehr ist eine Beruhigung der Situation noch nicht absehbar.

Die Feuerwehren in Schleswig-Holstein haben bis in die Nacht immer noch mit seinen Auswirkungen zu kämpfen gehabt. Einsatzschwerpunkte waren der Süden des Landes, aber auch Nordfriesland meldete zahlreiche Feuerwehreinsätze. Meist handelte es sich um umgestürzte Bäume, die Straßen und Bahngleise blockierten.

Von lno

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