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Fähren kommen im Herbst

Neustart an der Elbe Fähren kommen im Herbst

Aller guten Dinge sind drei. Die Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven wird im Herbst wiederbelebt. Eine estnische Reederei will im Sommer mit zwei modernen Doppelendfähren einen Fahrplan aufnehmen.

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Die „SyltExpress“ ist ein Schwesterschiff.

Quelle: Frank Behling

Brunsbüttel. Im 90-Minuten-Takt sollen die Fähren Lastwagen, Autos und Passagiere über die Elbe befördern. Das Schifffahrtsunternehmen AS Tallink Group hat dafür im März die Elb-Link-Reederei mit Sitz in Cuxhaven gegründet. Ein genauer Starttermin steht noch nicht fest, er hängt von der Verfügbarkeit der Fähren ab. Diese fahren derzeit noch in Estland.

 Wie der Elb-Link-Geschäftsführer Christian Schulz am Freitag in Brunsbüttel mitteilte, sollen die 2010 und 2011 in Norwegen auf der Fiskerstrand-Werft gebauten Schiffe Platz für 600 Passagiere sowie 160 Pkw haben. Es handelt sich um Schiffe, die ähnlich der Römö-Sylt-Fähre „SyltExpress“ sind.

 Geplant seien jeweils zwölf Abfahrten von Brunsbüttel und Cuxhaven. Genutzt werden soll in Brunsbüttel ein erst 1999 errichteter Fähranleger. In Cuxhaven steht ein Fähranleger am alten Englandterminal bereit. Wie Schulz sagte, sei in Brunsbüttel die Anbindung an die Bundesstraßen bereits heute optimal. Die Dauer für die rund 25 Kilometer lange Strecke (14 Seemeilen) beträgt je nach Strömung zwischen 60 und 70 Minuten. Ein drittes Fährschiff soll möglicherweise von 2016 eingesetzt werden. Die 97 Meter langen Fähren wurden zuletzt in Estland eingesetzt und haben eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 30 Stundenkilometern (16 Knoten). Für Pkw soll die Überfahrt 25 Euro kosten.

 Die Elb-Link wird als zweite Fährlinie an der Unterelbe in Fahrt kommen. Zwischen Glückstadt und Wischhafen pendeln bereits vier Fähren. In Hamburg gibt es zudem im den Hamburger Elbtunnel an der A7 und in der Stadt die Elbbrücken (A1). Ein Gutachten vom April 2014 kam jedoch zu dem Schluss, dass eine Fährverbindung in der Elbmündung trotzdem bei hoher Auslastung wirtschaftlich betrieben werden kann. Dafür müssten mindestens 265000 Pkw, 48 000 Lkw und 625000 Fahrgäste im Jahr die Passage buchen. Dies sei möglich, hieß es am Freitag.

 Zuletzt hatte 1999 der Bremer Spediteur und Reeder Egon H. Harms den Vorstoß gemacht, die von 1969 bis 1981 betriebene Fährlinie wieder aufzubauen. Er kaufte drei alte Scandlines-Fähren in Dänemark und wollte vor allem mit seinen eigenen Lastwagen die Grundauslastung der Linie sichern. Im März 2001 scheiterte das Vorhaben, da weniger als 3000 Lastwagen pro Monat die Fähre nutzten. Die Zahl der Passagiere war in den Wintermonaten zu gering, um den Betrieb der Schiffe mit 75 Mitarbeitern kostendeckend zu finanzieren.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Aller guten Dinge sind drei: 1969 und 1999 starteten Reeder den Fährbetrieb zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven. 2015 wird es einen dritten Start geben. Die Voraussetzungen sind eigentlich ideal.

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