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Abschuss von Wölfen denkbar

Niedersachsen Abschuss von Wölfen denkbar

Zutraulich statt ängstlich: Überall im Norden häufen sich die Meldungen, dass Wölfe durchaus ihre Scheu vor Menschen verloren haben. Das Land Niedersachsen schließt daher unter bestimmten Umständen den Abschuss vereinzelter Tiere nicht mehr aus. „Langfristig sei eine Regulierung möglich“, teilte das Umweltministerium in Hannover mit. Angesichts der strengen Schutzvorschriften für Wölfe sei dies aber nur die „allerletzte Maßnahme“, hieß es.

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Das Land Niedersachsen schließt daher unter bestimmten Umständen den Abschuss vereinzelter Tiere nicht mehr aus.

Quelle: Carsten Rehder/dpa

Kiel/Hannover. Hintergrund sind Berichte, wonach sich Wölfe im schleswig-holsteinischen Nachbarland völlig artfremd immer wieder Siedlungen und Menschen bis auf wenige Meter genähert hatten. Unter anderem geht es dabei um ein Wolfsrudel auf einem Truppenübungsplatz bei Munster. Der Verdacht: Soldaten könnten die Raubtiere gefüttert und ihnen damit die Scheu vor den Menschen genommen haben.

 Die genauen Ursachen will das Ministerium nun mit der Bundesforstverwaltung und der Landesjägerschaft herausfinden. Dazu soll die Überwachung des Rudels intensiviert werden. Denkbar sei der Einsatz von Peilsendern, um die Bewegungsmuster des Rudels herauszufinden, hieß es. In einem zweiten Schritt könnten Gummigeschosse gegen die Tiere eingesetzt werden, um ihnen die Nähe zum Menschen wieder abzugewöhnen. Eine Umsiedlung in ein Wildtiergehege könne ebenfalls eine Lösung sein, um im konkreten Fall einen tödlichen Abschuss des Rudels zu umgehen. Der Artenschutz sei ein hohes Gut, so das Ministerium, aber die Sicherheit des Menschen stehe an erster Stelle.

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Ein Artikel von
Jens Kiffmeier
Wirtschaftsredaktion

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