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Sturmfolgen behindern Schifffahrt

Hochwasser Sturmfolgen behindern Schifffahrt

Die Folgen des Sturms Xavier behindern auch am Montagmorgen die Schifffahrt. Der Nord-Ostsee-Kanal muss von 9 bis 14 Uhr erneut gesperrt werden.

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Brunsbüttel. Die Auswirkungen des Sturmtiefs Xavier treffen am Montag immer noch die Schifffahrt im Norden. Der Nord-Ostsee-Kanal musste um 9 Uhr in Brunsbüttel erneut gesperrt werden. Der Grund ist der weiter hohe Zufluss an Regenwasser aus den Niederschlägen der vergangenen Woche. Nach Mitteilung des Wasserstraßen und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel mussten drei Schleusenkammern am Montagmorgen zur Entwässerung eingesetzt werden. Eine Kammer in Brunsbüttel ist außerdem aufgrund von Reparaturarbeiten an einem Schleusentor außer Betrieb. Durch die Sperrung werden im Laufe des Vormittags im Kanal mehrere Schiffe Wartepositionen ansteuern und dort auf ein Ende der Sperrung warten.

Im Hamburger Hafen beginnen heute bei der Werft Blohm + Voss die Vorbereitungen zur Bergung eines 40 Meter hohen Werftkrans. Sturmböen hatten den Kran am Donnerstag aus seiner Verankerung gerissen und umstürzen lassen. Da der Kran bereits in seiner Sturmposition war, wurde bei dem Unglück niemand verletzt. Der Kran verfehlte beim Umstürzen außerdem Gebäude und ein zur Reparatur im Werfthafen liegendes Schiff.

Der Sturm hatte so stark gegen den Kran gedrückt, dass sich der Unterbau mit dem Maschinenhaus des Krans von den auf den Schienen festgesetzten Fahrwerken abriss. Die extra für Sturm gesicherten Laufkatzen blieben in ihren Verankerungen am Boden. Eine  erste Begutachtung ergab noch am Wochenende ein Ergebnis: Totalschaden. Da es einer von drei Kränen an der Nordpier des Werfthafens ist, kann der Betrieb bei Blohm + Voss weitergehen. Der Kran muss jetzt an Ort und Stelle zerschnitten werden. Die Bergung der mehrere hundert Tonnen Stahlschrott sollen mehrere Tage andauern. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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