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Norddeutsche Nandu-Population gut über Winter gekommen

Tiere Norddeutsche Nandu-Population gut über Winter gekommen

Die südamerikanischen Nandus fühlen sich im Norden wohl. Mehr als 120 der wildlebenden Laufvögel haben Helfer jetzt im Biosphärenreservat Schaalsee gezählt.

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Ein wildlebender Nandus.

Quelle: Jens Büttner/Archiv

Zarrentin. Die in Norddeutschland wildlebenden Nandus (Rhea americana) sind gut über den Winter gekommen. Bei der Frühjahrszählung im Biosphärenreservat Schaalsee an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein seien 123 Tiere beobachtet worden, sagte eine Sprecherin des Biosphärenreservats. Das seien ungefähr so viele wie im März 2015.

Im vergangenen Herbst waren dann 177 der grauen, flugunfähigen Vögel gezählt worden. Die eigentlich in Südamerika heimischen Tiere ähneln Straußen, sind aber etwas kleiner. Unklar sei, ob die gut 50 Tiere, die nun nicht mehr gesichtet wurden, gestorben oder abgewandert sind, sagte die Sprecherin. Die Zählung habe sich auf das Biosphärenreservat beschränkt.

Nandu-Forscher Frank Philipp, der die Population seit vielen Jahren beobachtet, geht langfristig von einem steigenden Bestand aus. "Das können wir deutlich ableiten", sagte er. Über den Winter gebe es allerdings auch immer Verluste an Jungtieren - "in härteren Wintern mehr, in milden Wintern weniger".

In den vergangenen Jahren war eine Ausweitung des Verbreitungsgebietes nach Osten beobachtet worden. Nach Westen stellt der Ratzeburger See ein natürliches Hindernis dar. Die norddeutsche Nandu-Population geht auf eine kleine Anzahl von Tieren zurück, die aus einer Haltung bei Lübeck ausgebrochen waren.

dpa

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