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Mehr Katastrophenschutz nötig

Nordfriesische Inseln Mehr Katastrophenschutz nötig

Die nordfriesischen Inseln und Halligen wollen sich besser gegen Stürme und Fluten wappnen. Zugleich fordern sie vor der Insel- und Halligkonferenz auf Helgoland am Mittwoch und Donnerstag (22./23. April) eine bessere Unterstützung im Katastrophenfall, etwa durch eine einheitliche Küstenwache.

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 Die nordfriesischen Inseln und Halligen wollen sich besser gegen Stürme und Fluten wappnen. Zugleich fordern sie aber auch bessere Unterstützung im Katastrophenfall, etwa durch eine einheitliche Küstenwache.

Quelle: Maja Hitij/dpa

Wyk auf Föhr/Helgoland. Die nordfriesischen Inseln und Halligen wollen sich besser gegen Stürme und Fluten wappnen. Zugleich fordern sie vor der Insel- und Halligkonferenz auf Helgoland am Mittwoch und Donnerstag (22./23. April) eine bessere Unterstützung im Katastrophenfall, etwa durch eine einheitliche Küstenwache. „Bei Sturm haben wir auf den Inseln und Halligen oft das Problem, das wir vom Festland keine Hilfe mehr bekommen“, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Manfred Uekermann, der Deutschen Presse-Agentur.

„Dazu kommt das Problem, dass wir auf den großen Inseln immer mehr Zweitwohnungen haben, die im Winter meist nicht bewohnt sind“, sagte der Sylter. „Darum müssen wir uns überlegen, wie wir die Bürger dafür gewinnen und auch anleiten können, im Notfall Hilfe zu leisten.“ So könnten Menschen aus der Verwaltung geschult werden, „damit die bei Hochwasser auch mal einen Sandsack richtig füllen und hinlegen können, ohne dass der gleich wieder wegrutscht“.

Auf Sylt sei ein Gefahrenabwehrplan entwickelt worden. „Auf der Tagung wollen wir besprechen, ob sowas nicht auch auf die anderen Inseln übertragbar wäre“, kündigte Uekermann an.

Ein weiteres Thema ist das Risiko von Schiffsunfällen durch die wachsende Zahl von Offshore-Windrädern. „Wenn so ein Schiff manövrierunfähig im Meer treibt, muss es schnell an den Haken genommen werden, bevor es gegen ein anderes Schiff oder gegen eine Windanlage treibt“, sagte Uekermann. „Der nächste Schlepper liegt aber vor Norderney, bei Sturm dauert es Stunden, bis der bei uns ist.“

Daher schlagen die nordfriesischen Inseln und Halligen nach Uekermanns Angaben vor, die verschiedenen Institutionen wie Wasserschutzpolizei, Zoll oder Fischereiaufsicht unter dem Dach einer einheitlichen Küstenwache zusammenzufassen, um die Kräfte besser zu nutzen. „Die sollte auch Zugriff auf Kräfte der Bundeswehr haben.“

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