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Neues Waffensystem getestet

Ostsee-Manöver Neues Waffensystem getestet

Das Problem mit dem neuen Flugkörper „RBS15 Mk3“ der Marine ist behoben. Bei einem Testschießen auf der Ostsee hat die Korvette „Magdeburg“ jetzt erstmals erfolgreich das neue Waffensystem eingesetzt.

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Der „RBS15 Mk3“  ist die Hauptbewaffnung der fünf neuen Korvetten der Klasse K130 der Deutschen Marine.

Quelle: Frank Behling

Rostock. Wie das Marinekommando in Rostock auf Anfrage bestätigte, hat die „Magdeburg“ während einer Übung vom 27. April bis 2. Mai einen Flugkörper vor der schwedischen Küste erfolgreich geschossen und ins Ziel gebracht. Bei einem ähnlichen Test waren im Mai 2013 zwei Flugkörper kurz nach dem Start von der „Magdeburg“ ins Meer gestürzt.

Der „RBS15 Mk3“ ist die Hauptbewaffnung der fünf neuen Korvetten der Klasse K130 der Deutschen Marine. Für die Korvetten wurden 30 dieser vom schwedischen Konzern Saab Dynamics zusammen mit dem deutschen Rüstungskonzern Diehl Defence entwickelten Flugkörper gekauft und bereits ausgeliefert. Die Übergabe des ersten Flugkörpers erfolgte im September 2011 in Kiel auf der Tirpitzmole. Eingelagert werden diese Waffen im Munitionsdepot der Marine in Jägersberg bei Laboe an der Kieler Förde. Vor der endgültigen Ausrüstung aller Korvetten war der erfolgreiche Schuss als Funktionsnachweis erforderlich. Das ist jetzt mit der „Magdeburg“ vor Schweden erfolgt.

Das neue  Waffensystem kann gegen Schiffe und Boote genauso wie gegen Ziele an Land eingesetzt werden. Der Flugkörper ist 4,3 Meter lang und wiegt mit Sprengkopf 800 Kilogramm. Die Reichweite soll nach Angaben des Herstellers bis zu 250 Kilometer betragen. Der „RBS15 Mk3“ ist derzeit bereits auf den polnischen Schnellbooten der „Orkan“-Klasse im Einsatz. Polen hatte das neue System als erste Marine bestellt. Die schwedischen und finnischen Marineeinheiten nutzen bereits seit Jahren erfolgreich das Vorgängermodell „RBS 15 Mk2“.

Das Flugkörperschießen der „Magdeburg“ erfolgte bis zum 2. Mai in einem Sperrgebiet der schwedischen Marine bei Harnösand nordöstlich von Sundsvall in der Ostsee. Dort schießen auch schwedische Einheiten ihre Flugkörper. Zuvor hatte die „Magdeburg“ ein Ausbildungsprogramm bei der britischen Marine in Devonport durchlaufen.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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