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Piraten-Prozess: Freilassung von zwei Angeklagten gefordert

Prozesse Piraten-Prozess: Freilassung von zwei Angeklagten gefordert

Im bundesweit ersten Piraten-Prozess in Hamburg sollten nach Ansicht der Verteidiger zwei weitere Angeklagte aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Im April waren die drei jüngsten Angeklagten - sie fallen unter das Jugendstrafrecht - auf freien Fuß gekommen.

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Zehn Seeräuber stehen vor Gericht.

Quelle: Reederei Komrowski/Archiv

Hamburg. Am Donnerstag, dem 94. Verhandlungstag, forderte Anwältin Gabriele Heinecke, auch den Haftbefehl gegen ihren Mandanten aufzuheben. "Angesichts der schon über zwei Jahre andauernden Untersuchungshaft, des langen Verfahrens und des bisherigen Verfahrensverlaufs ist die weitere Aufrechterhaltung des Haftbefehls unverhältnismäßig", erklärte Heinecke. Ein weiterer Verteidiger schloss sich dem Antrag an. Das Gericht will bis zum nächsten Verhandlungstag am 30. Juli eine Entscheidung treffen.

Seit November 2010 wird zehn mutmaßlichen Seeräubern aus Somalia vor dem Hamburger Landgericht der Prozess gemacht. Sie sollen am Ostermontag 2010 den Hamburger Frachter "Taipan" vor der Küste Somalias beschossen und gekapert haben. Die 15-köpfige Besatzung wurde Stunden später von einem niederländischen Marinekommando befreit. Ein Ende des Prozesses ist bisher nicht in Sicht.

dpa

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