4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Polizei verstärkt Ermittlungen zu "Cybercrime"

Polizei Polizei verstärkt Ermittlungen zu "Cybercrime"

Mit Spezialisten auch in den einzelnen Kriminalinspektionen will Schleswig-Holsteins Polizei ihren Kampf gegen Internetkriminalität verstärken. Von Erpressungen sind nach Einschätzung des Landeskriminalamts zunehmend kleinere Betriebe betroffen.

Voriger Artikel
Bunter Riesenschornstein für Brunsbüttel
Nächster Artikel
Wattenmeer als Deutschlands schönste Wildnis ausgezeichnet

Schleswig-Holsteins Polizei will ihren Kampf gegen Internetkriminalität verstärken.

Quelle: Oliver Berg/Archiv

Kiel. "Die Hacker unterscheiden nicht mehr, ob das wichtige oder kleine Unternehmen sind. Die nehmen, was sie kriegen können", sagte der Leiter des Dezernats "Cybercrime/Digitale Spuren", Alexander Hahn, am Mittwoch. Oft zeigten Opfer diese Erpressungen aber nicht an.

Jüngst hätten Spezialisten das Ermittlungsverfahren gegen einen mutmaßlichen Firmenerpresser abgeschlossen, sagte Hahn. Der Hacker hatte für gestohlene Daten Zahlungen in der digitalen Währung Bitcoin verlangt. Betroffen waren mehrere Dutzend Unternehmen. Nur ein kleiner Teil von ihnen wandte sich an die Polizei. Gegen den Mann wurde den Angaben zufolge noch keine Anklage erhoben.

Generell werden die meisten Internet-Verbrechen laut Studien nicht angezeigt, wie Hahn sagte. "90 Prozent der Delikte bleiben im Dunkelfeld." Er wünscht sich angesichts von Anonymisierungstechniken mehr technische Hilfsmittel: "Das ist nicht mehr fair." Diskussionen über den sogenannte Bundestrojaner oder die Online-Durchsuchung seien jedoch "mit einer Menge Hysterie und Unwissen" behaftet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KN-KSV-Liveticker

Verfolgen Sie alle Spiele von Holstein Kiel im KN-KSV-Liveticker.

Anzeige
ANZEIGE
Mehr aus Nachrichten: Norddeutschland 2/3