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Prozess um NDR-Drehbuch-Affäre - Besetzung des Gerichts strittig

Prozesse Prozess um NDR-Drehbuch-Affäre - Besetzung des Gerichts strittig

Im Hamburger Prozess gegen die langjährige NDR-Fernsehspielchefin Doris J. Heinze will das Landgericht am frühen Freitagnachmittag entscheiden, in welcher Besetzung es weiter verhandelt.

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Der Prozess um Heinze geht in die nächste Runde.

Quelle: Ulrich Perrey/Archiv

Hamburg. Die Verteidigung einer mitangeklagten Filmproduzentin hält die Wirtschaftsstrafkammer mit zwei Berufsrichtern für unterbesetzt und fordert drei Berufsrichter. In einem 133 Seiten starken Antrag, dessen Verlesung mehr als drei Stunden dauerte, begründen die Anwälte das mit dem Umfang und der Schwierigkeit des Verfahrens. "Die Sache ist weitaus komplizierter, als die Staatsanwaltschaft es sieht", erklärte ein Verteidiger am Freitag, dem zweiten Verhandlungstag.

Der Anwalt geht davon aus, dass der Prozess deutlich länger dauert als geplant; bisher hat das Gericht insgesamt fünf Termine angesetzt. Außerdem sei eine Besetzung mit drei Berufsrichtern bei Wirtschaftsstrafkammern der Regelfall.

Die Verteidiger von Heinze und ihrem ebenfalls angeklagten Ehemann schlossen sich dem Antrag an. Heinzes Anwalt betonte allerdings, er sei nicht daran interessiert, "dass das Verfahren weiterhin verzögert wird". Der Staatsanwaltschaft reicht die derzeitige Besetzung des Gerichts aus. Eine besondere Schwierigkeit sei nicht erkennbar, sagte die Vertreterin der Anklage.

Unter den Decknamen "Marie Funder" und "Niklas Becker" soll die einflussreiche Ex-NDR-Fernsehspielchefin Heinze jahrelang eigene Drehbücher von sich und ihrem Mann bei ihrem Sender eingeschleust haben. Die Staatsanwaltschaft wirft der 63-Jährigen verbotene Absprachen mit der Filmproduzentin vor.

dpa

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