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Reemtsma-Entführer Drach bleibt im Gefängnis - Urteil rechtskräftig

Prozesse Reemtsma-Entführer Drach bleibt im Gefängnis - Urteil rechtskräftig

Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach muss weitere 15 Monate im Gefängnis bleiben. Das Urteil des Hamburger Landgerichts vom November ist rechtskräftig, wie Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa sagte.

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Auf Drach warten weitere 15 Monate Gefängnis.

Quelle: Christian Charisius/Archiv

Hamburg. "Der Bundesgerichtshof in Leipzig hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen."

Das Gericht hatte den 52-Jährigen wegen versuchter Anstiftung zur räuberischen Erpressung zu einem Jahr und drei Monaten Haft verurteilt. Drach hatte nach Überzeugung der Richter 2009 mit zwei Briefen aus der Haft heraus versucht, einen Bekannten zur Erpressung seines jüngeren Bruders zu bringen. Es sei bei der Straftat um die Beute aus der Reemtsma-Entführung gegangen, die keinem der beiden Brüder zustehe, hieß es in der Urteilsbegründung: Drach habe Angst gehabt, dass sein Bruder sich die Lösegeld-Millionen unter den Nagel reiße.

Eigentlich sollte der 52-Jährige am 21. Juli dieses Jahres nach langer Haft aus dem Gefängnis entlassen werden. Dann hätte er seine vierzehneinhalb Jahre wegen der Reemtsma-Entführung abgesessen. Durch das neue Urteil ist dieser Termin aber gekippt worden.

Drach und seine Komplizen hatten den Millionenerben Jan Philipp Reemtsma im Frühjahr 1996 vor seinem Haus in Hamburg-Blankenese überwältigt. Viereinhalb Wochen lang hielten sie ihn in einem Verlies in der Nähe von Bremen fest - angekettet und in Todesangst. Gegen 15 Millionen Mark und 12,5 Millionen Schweizer Franken kam er schließlich frei. Nur ein Bruchteil der Beute ist bisher aufgetaucht.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei dem Prozess im November zweieinhalb Jahre Haft und Sicherungsverwahrung verlangt. Eine Sicherungsverwahrung konnte aber nicht verhängt werden, weil Drach zu weniger als zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

dpa

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