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50 Jahre Freilichtmuseum

Molfsee 50 Jahre Freilichtmuseum

Rund 8,5 Millionen Menschen haben das Freilichtmuseum Molfsee seit der Eröffnung vor 50 Jahren besucht. Im vergangenen Jahr waren es rund 100 000, rund 4200 weniger als 2013. Mehrere Maßnahmen sollen dieser Entwicklung im Jubiläumsjahr entgegenwirken.

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Das Museumsdorf im schleswig-holsteinischen Molfsee bei Kiel:  Am Montag stellt die Stiftung Schloss Gottorf und des Landesmuseums für Volkskunde das aktuelle Programm vor.

Quelle: Carsten Rehder/ dpa

Molfsee . Mit einem Festtag will das Freilichtmuseum in Molfsee bei Kiel am 7. Juni sein 50-jähriges Bestehen feiern. An diesem Tag sind unter anderem die Eröffnung zweier Sonderausstellungen und ein buntes Fest mit Musik- und Tanzgruppen geplant. Das Jubiläum soll ein Tag der Begegnungen werden, an dem sich alle Vereine und Verbände, die „Kulturpflege“ betreiben oder das Zusammenleben der Kulturen fördern, präsentieren können. Unabhängig davon, ob die Kultur originär aus Schleswig-Holstein komme oder nicht, sagte Museumsdirektor Wolfgang Rüther am Montag bei der Vorstellung des Programms. Schleswig-Holstein sei schon immer ein Land gewesen, dass Zuwanderung gehabt und von ihr profitiert habe.

Das Freilichtmuseum behandelt die Kulturgeschichte und Volkskunde Schleswig-Holsteins. Auf 40 Hektar gibt es mehr als 60 historische Gebäude, Höfe und Mühlen. Schmiede, Töpfer oder Korbmacher zeigen ihre Arbeit. Das Museum vermittelt einen lebendigen Eindruck vom Wohnen und Wirtschaften früherer Jahrhunderte. Im Gegensatz zu früher ziehe es die Besucher aber nicht hauptsächlich zum „Häusergucken“ nach Molfsee, sondern weil sie Veranstaltungen in diesem besonderen Rahmen besuchen wollten, sagte Rüther.

Zum Jubiläum am 7. Juni ist auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) dabei. Er nimmt an der Eröffnung der Sonderschau „Ein Neues Haus für die Volkskunde“ teil. In dieser Ausstellung werden die Beiträge eines Architekturwettbewerbs zum Neubau eines Ausstellungsgebäudes für das Museum für Volkskunde gezeigt. Bisher gebe es auf dem Gelände kein adäquates Gebäude dafür, sagte Rüther. Der Neubau, der 2021 eröffnet werden könnte, sei auch ein Schritt dahin, das Museum ganzjährig zu öffnen und so mehr Besucher nach Molfsee zu locken.

Im vergangenen Jahr kamen rund 100 000 Menschen in das Museum, rund 4200 weniger als 2013. Es sei aber einiges investiert worden, etwa in in die Sanierung der Gebäude. Weitere Maßnahmen sollen folgen: Zum Beispiel die Eröffnung dreier Dauerausstellungen noch in diesem Jahr und die Einführung eines Medienguides. Mit so einem Guide habe man am Gottorfer Globus sehr positive Erfahrungen gemacht, sagte der kaufmännische Vorstand der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Guido Wendt. Dort hätten sich die Besucherzahlen auch dank des modernisierten Ausstellungskonzepts im vergangenen Jahr um 35,6 Prozent auf rund 12 300 gesteigert.

Insgesamt hätten 2014 rund 394 000 Menschen die Museen der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen besucht. Vor allem die Museen nördlich des Nord-Ostsee-Kanals hätten Zuwächse verzeichnet, sagte Wendt. So besuchten Schloss Gottorf 115 000 Menschen (+8,1 Prozent), das Wikingermuseum Haithabu rund 131 000 (+8,1) und den Gottorfer Globus 12 300 (+35,6).

Die Landesregierung stellt der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen für die laufenden Ausgaben 2015 insgesamt rund 8,3 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen zusätzlich 2,4 Millionen Euro für Baumaßnahmen. Dies sind nach Angaben Wendts 900 000 Euro mehr als 2014. Diese Erhöhung sei ein deutliches Bekenntnis der Landesregierung zur Stiftung. Rund 650 000 Euro werden direkt nach Molfsee durchgeleitet, um die Aufgaben hier zu erfüllen.

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