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Willkommen zurück, Sommer!

Der große Strand-Check Willkommen zurück, Sommer!

Der Sommer kehrt zurück: Nach mehr als einer Woche tristem, kaltem und feuchtem Schmuddelwetter soll es ab Sonnabend jeden Tag etwas wärmer und sonniger werden. Im Norden dürfen wieder die Strände gestürmt werden. Um keine unnötige Zeit mit der Suche nach dem richtigen Ziel zu vergeuden, haben wir einmal ein paar Strände für Urlauber und Daheimgebliebene etwas näher inspiziert.

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Familie Schrick zieht ihr Tagesticket am Strandkartenautomaten an der Strandstraße von Laboe. Mutter Martina (47), Vater Reinhard (47), Christoph (12) und Fabian (8) lassen sich die Laune nicht verderben.

Quelle: Ulf Dahl

Timmendorfer Strand: Auf einer Strandlänge von acht Kilometern können Urlauber wählen – zwischen dem urigen Charme des Fischerortes Niendorf und dem Lifeytyle-Strand Timmendorfs. „Der Sand zeichnet sich in allen Abschnitten als besonders feinkörnig aus“, sagt Tourismus-Chef Joachim Nitz. Drei Euro kostet die Strandnutzung, den Korb dazu gibt es ab acht Euro. Kostenlos können Gäste Wlan nutzen. Täglich wird jeden Morgen Seegras abgefahren. Für den Unterhalt des Strandes gibt die Gemeinde jährlich 82000 Euro aus.

Dahme: Der fünf Kilometer lange Strand wird überwiegend von Familien frequentiert. Tagesgäste zahlen eine Kurabgabe von 2,80 Euro pro Person. Strandkörbe gibt es ab acht Euro. Erst vor zwei Wochen sind zehn Sender installiert worden, damit Urlauber kostenloses Internet nutzen können, sagt Tourismusleiter Gordon Kosa. Kosten: 1500 Euro pro Monat. Sobald Seewind herrscht, rücken Reinigungstrupps aus, um den Wassersaum von Seegras zu befreien. Textil-, FKK- und Freistrand werden von der DLRG überwacht.

Laboe: Über jeweils einen Kilometer erstrecken sich der Kurstrand sowie der Frei- und Hundestrand, den Wasserfreunde in Laboe nutzen können. Zwei Euro kostet die Strandkarte während der Hauptsaison. Acht Euro müssen Gäste für einen Strandkorb ausgeben. Fast täglich wird der Wassersaum gereinigt. „Dafür ist extra eine spezielle Maschine angeschafft worden, die Müll und große Steine aufnimmt“, berichtet Tourismusleiter Stephan Tomnitz. Rund 70000 Euro investiert Laboe in den Unterhalt seines Strandes. Kostenloses Internet gibt es noch nicht.

Schönberg: Sechs Kilometer lang ist der Strand in Schönberg, an dem rund 800 Körbe gemietet werden können. Pro Tag müssen Urlauber dafür acht Euro investieren. Weitere zwei Euro werden für jeden fällig, der älter als 18 Jahre ist. Wlan gibt es nicht: „Die Gäste, die zu uns kommen, wollen abschalten“, sagt Cora Brockmann von der Tourismus-Zentrale. Dafür sind Tierfreunde willkommen: Die Gemeinde bietet drei Hundestrände an. Bekannt ist der naturbelassene Freistrand Brasilien. 165000 Euro investiert die Gemeinde pro Jahr in die Reinigung.

Grömitz: Acht Kilometer lang ist der Strand von Grömitz. „Man sagt uns nach, den feinsten und qualitativ besten Sand zu haben“, wirbt Tourismus-Chef Olaf Dose-Miekley. Die Tageskarte kostet drei Euro, einen der 3100 Strandkörbe gibt es ab acht Euro. In drei großen Zonen können Urlauber Wlan nutzen. Neben dem klassichen Kurstrand gibt es Hunde-, Sport- und FKK-Bereiche. Seegras wird je nach Windrichtung täglich aus der Ostsee gefischt. Pro Jahr investiert Grömitz eine Viertelmillion Euro in den Unterhalt des Strandes.

Strande: Mit einer Länge von nur einem Kilometer hat Strande den kleinsten Strand. Wer den steinigen Naturstrand nutzen möchte, zahlt pro Tag einen Euro. Für regelmäßige Besucher gibt es eine Wochenkarte für 6,10 Euro. „Vor allem viele Kieler kommen zu uns“, sagt Tourismus-Chef Heiko Drescher. Die Kieler Wasserwacht ist vor Ort und zurzeit laufen die letzten Vorbereitungen, damit Badegäste auch kostenloses Wlan nutzen können. In zwei Wochen soll es losgehen.

Eckernförde: Auf einer Länge von vier Kilometern können sich Badegäste in Eckernförde tummeln. Eine Strandabgabe müssen sie nicht leisten, allerdings sind die Parkplätze ringsum gebührenpflichtig. 500 Strandkörbe stehen zur Auswahl, die Kosten betragen sieben Euro pro Tag und Stück. Es gibt einen Hunde- und einen FKK-Strand. Auf Internet müssen Urlauber noch verzichten. Dafür wird die Qualität des Badewassers wöchentlich kontrolliert, sagt Vertriebsleiter Hans-Peter Möller.

Hohwacht: Vier Kilometer umfasst der Strand in der Gemeinde Hohwacht. Wer Strand und Meer nutzen möchte, der muss 2,20 Euro investieren. Einen Strandkorb können Urlauber zum Preis von acht Euro pro Tag buchen. „Morgen sum halb sechs wird in der Saison Seegras am Ufer abgefahren“, sagt Bürgermeister Matthias Potrafky. 949500 Euro gibt die Gemeinde pro Jahr für den Unterhalt des Strandes aus. Auf kostenloses Internet müssen die meisten Gäste noch verzichten: Lediglich rund um die Kurverwaltung gibt es Wlan.

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