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Schleswig-Holstein leuchtet wieder gelb

Raps Schleswig-Holstein leuchtet wieder gelb

Im Süden des Landes ist es losgegangen, der Norden muss sich noch wenige Tage gedulden: Am ersten Maiwochenende haben die ersten Rapsfelder Schleswig-Holstein in ein leuchtend-gelbes Blütenmeer verwandelt.

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In den südlichen Landesteilen hat am Wochenende die Rapsblüte begonnen. Sie kündet mit leuchtend gelben Feldern vom bevorstehenden Sommer.

Quelle: Frank Peter

Kiel/Rendsburg. Als unverkennbares Zeichen für den bevorstehenden Sommer locken die blühenden und duftenden Regionen Spaziergänger, Einheimische und Gäste hinaus in die Natur.

 Nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer haben die Bauern in Schleswig-Holstein auf etwa 94000 Hektar Winterraps angebaut. Das entspricht einer Fläche von rund 134000 Fußballfeldern. Nach Winterweizen und Wintergerste zähle der Raps damit zu den wichtigsten Marktfrüchten in Schleswig-Holstein. „Die für unsere Kulturlandschaft so wichtige Frucht hat eine große Bedeutung innerhalb der Fruchtfolge“, erklärt Isa-Maria Kuhn, Sprecherin der Landwirtschaftskammer. „Sie trägt durch ihre Pfahlwurzel zur Lockerung des Bodens bei.“

 Raps wird vielseitig genutzt. So werden die Pflanzen unter anderem zu Speiseöl und Schmierstoffen verarbeitet und in der chemischen Industrie eingesetzt. In den vergangenen Jahren hat Raps seine Bedeutung für die Herstellung von Biodiesel ausbauen können – dieser Einsatz der Nutzpflanze wird jedoch von Naturschützern wegen seines Bodenverbrauchs kritisiert. Als hochwertiges Eiweißfuttermittel für Milchkühe macht der Raps nach Angaben der Landwirtschaftskammer zudem die heimischen Milchbauern unabhängiger von Sojaimporten aus dem Ausland. Die Preise für Raps seien derzeit stabil und lägen in diesem Jahr voraussichtlich bei 35 Euro pro 100 Kilogramm.

 Dass der Raps vor allem in Schleswig-Holstein zum landwirtschaftlichen Kulturgut gehört, verdankt die Pflanze den klimatischen Bedingungen. „Ende Februar hat das Wachstum eingesetzt“, sagt Isa-Maria Kuhn. „Viele Bestände zeigen sich derzeit in einem guten Zustand.“ Einziger Wermutstropfen: Landesweit leiden viele Bestände unter Schädlingsbefall. So hätten die Kleine Kohlfliege sowie der Rapserdfloh den Pflanzen zugesetzt und die Hauptwurzeln stark geschädigt.

 Vor allem für Bienen ist Raps eine wichtige Pflanze. Wegen des weltweiten Bienensterbens appellieren Umwelt- und Naturschützer stets an die Landwirte, schon bei der Aussaat von Raps freiwillig auf bestimmte Pestizide zu verzichten. Neben den Honigbienen könnten auch Wildbienen und Hummeln so besser geschützt werden.pwg

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Ein Artikel von
Paul Wagner
Redaktion Lokales Kiel/SH

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