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Schluss erst nach elf Zugaben

Grönemeyer begeistert in Rendsburg Schluss erst nach elf Zugaben

Mit seiner „Schiffsverkehr Tour“ hat Rocksänger Herbert Grönemeyer Station in Rendsburg gemacht. Bei dem Open-Air-Konzert kamen bei den 16 000 Zuhörern vor allem die alten Hits gut an.

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Herbert Grönemeyer begeisterte in Rendsburg die Fans.

Quelle: dpa

Rendsburg. Der Sänger Herbert Grönemeyer tritt am Mittwoch (04.07.2012) in Rendsburg während eines Konzertes seiner "Schiffsverkehr" Open Air-Tour 2012 auf.

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Er rockte, tanzte und scherzte: Mit seinem Auftritt hat Sänger Herbert Grönemeyer am Mittwochabend in Rendsburg 16 000 Fans begeistert. Auf seiner „Schiffsverkehr Tour 2012“ präsentierte der 56-Jährige unter freiem Himmel eine bunte Mischung seiner größten Hits und Lieder seines aktuellen Albums. Besonders jubelte das Publikum bei Evergreens wie „Männer“ oder „Vollmond“ und konnte dabei — anders als bei den neuen Songs — jede Zeile mitsingen. Der dreistündige Abend war ein ständiger Wechsel zwischen Spaß und melancholischen Tönen. Gefühlvoll wurde es während des nicht ausverkauften Konzerts vor allem bei Balladen wie „Flugzeuge im Bauch“ oder „Der Weg“.

Gekleidet mit Jeans, schwarzem Hemd und grünen Turnschuhen hatte Grönemeyer gut gelaunt die Bühne betreten, er plauderte nach fast jedem Song. Beim Anblick der zahlreichen Essensstände auf dem Messegelände wünschte er sich Pommes frites. Wie ein roter Faden zog sich diese Bitte durch das Programm, passend zu seinem Klassiker „Currywurst“ aus den Anfängen seiner rund 30-jährigen Musikkarriere erreichte ihn dann endlich eine Portion Pommes auf der Bühne — und Grönemeyer kostete. Er amüsierte seine Zuhörer mit kleinen Textvariationen, etwa bei „Bochum“, der Stadt, in der der Sänger aufwuchs. „Du bist keine Weltstadt — so wie Rendsburg“, sang er lächelnd.

Auch wenn der Musiker schon zu Anfang Erfolgssongs wie „Männer“, „Was soll das?“ oder „Musik nur, wenn sie laut ist“ präsentierte, dauerte es eine Weile, bis die Fans richtig mitgingen. Die Bühne war gebaut wie ein Laufsteg hinein in das Publikum, das überwiegend mittleren Alters war. So stand Grönemeyer zwischen den Zuschauern, animierte sie zum Mitklatschen, hüpfte und tanzte — und die Stimmung steigerte sich zusehends.

Der 56-Jährige hatte noch keine zwei Stunden gespielt, da wollte er sich schon verabschieden. Mit lauten Rufen nach einer Zugabe holte das Publikum ihn immer wieder zurück, etwa mit dem ruhigen Lied „Land unter“. „Steig zu mir…“, sang Grönemeyer und hielt das Mikrofon in Richtung Fans. „…an Bord“, setzten die textsicher fort. Bei der WM-Hymne „Zeit, das sich was dreht“ hielt es keinen mehr auf seinem Sitz. Tausende hochgestreckte Arme bewegten sich im Takt der Musik. Erst nach elf Zugaben verließ Grönemeyer die Bühne. Seine Tour soll am 14. Juli in der Schweiz enden.

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